Heute ging es von Oberhof nach Neustadt am Rennsteig. Die 3. Etappe begann mit dem Frühstück in unserem Hotel und der Abholung von Mensch und Gepäck. Da es noch relativ früh war, lümmelten wir dann in der Schanzenbaude herum. Es gab eine einladende Couchecke. Dann ging es raus in die Kälte. Wir mussten wieder 3m von der Startlinie zurück treten, ja Ulli ist so streng. Und dann ging es wieder auf die Strecke. Heute passierten wir den Beerberg, den höchsten Punkt unserer Läufe. Zwar war der Inselsberg steiler zu erklimmen, aber da kamen wir auch von weiter unten. Trotzdem hatte es die Strecke in sich. Es war teilweise ganz schön feucht und matschig. Da Regen angesagt worden war, drückten wir alle auf die Tube, es galt diesmal ja nur 27,4km zu bewältigen und es schien die Sonne. Wir kamen an der Suhler Ausspanne vorbei, am Beerberg 973m üNN an der Schmücke, später an der Grazienhütte, am Frauenwald und am Grossen Dreiherrenstein. An Stempeln gab es heute nur einen, im Waldhotel "Rennsteighöhe", bei km 18. Ins Ziel kam ich diesmal schon nach 03:19h noch vor den schnellen Verfolgern. Jörg konnte ich zwar nicht mehr einlaufen sehen, aber Torsten begrüssten wir mit Beifall. Das Ziel befand sich direkt vorm Gasthof Hubertus, wo wir abends auch essen würden. Allerdings zog ich meine Tasche noch ein Stückchen weiter, wir wohnten etwa 500m entfernt, "Zur Sonnigen Aussicht". Diesmal Zimmer 8 und natürlich wieder ganz oben. Das Zimmer war nett, allerdings mussten wir mit dem duschen warten, bis alle anderen fertig waren, denn der warme Strahl war zu kraftlos, um alle Zimmer gleichmässig zu versorgen. Aber als es dann endlich lief, duschte ich wieder schön heiss. Vor dem gemsinsamen Kaffee trinken drückte ich mich heute und holte mir Kuchen und eine "Schlager Süss" Tafel aus dem nahen Supermarkt. Das Cafe im Ort verkaufte keine "Konditorei Waren" ausser Haus, selbst schuld. Ich gönnte mir einen gefüllten Bienenstich und ein Stück Streuselkuchen, für insgesamt 01,15 EUR, Wahnsinn, oder? Abends dann ging es zur Auswertung und zur Einweisung und zum gemütlichen Essen zum "Hubertus". Dort wurde wieder ordentlich gezecht, gewitzelt und Ulli wies uns ein. Sein "Und wenn wir die Strasse überqueren, bleiben wir stehen und schauen" ist schon ein running Gag geworden. Ausserdem nahmen wir die bestellten Funktionsshirts entgegen. Es gibt keine Ausfälle, keiner mault und alle wollen weiter. Ach ja und Sekt gab es auch noch, denn Hanne hatte Geburtstag, eine unserer Betreuerinnen. So gegen 22:30 latschten dann die Letzten, inclusive mir, zur "Sonnigen Aussicht" und nachdem alles für den nächsten Tag vorbereitet war, ging es ins Bett und schlummern.