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Archiv der Einträge: November, 2009
  • Mal entgegengesetzt

    Mal entgegengesetzt trainiert, Samstag der lange Lauf und Sonntag ein Lauf mit Tempoeinheiten. Habe heute mal 5x500m eingestreut, lief gut. So zwischen 2,07 und 2,14 für die 500m. Das Wetter ist aber auch zu gut, um nur rumzusitzen. Es scheint zwar keine Sonne, aber es ist angenehm warm. So dachte aber wohl nicht nur ich, es waren viele Läufer entlang der Isar unterwegs und liefen sich die Kalorien für ein Stück Stollen von den Knochen. Richtig so, kann ich da nur sagen. Jetzt geht es noch ins Kino, dann in die Salz Sauna und abends zum Essen in die Deutsche Eiche, ein Traditions Lokal, in welchem Rainer Werner Fassbinder oft verkehrt haben soll. Leider ist von der alten Gastwirtschaft mit Kachelofen und so, aber nicht mehr viel historisches übrig. Aber die bayerische Küche ist immer noch gut.
    Stdiut

  • Menschliche Verhaltensweisen

    Heute hatte ich 30 sehr unterhaltsame Kilometer. Zuerst habe ich meinen Holländisch Lehrer getroffen, dann ging es in Richtung Pullach und hinter mir bremste ein Mountain Biker wie ein Bekloppter. Ich dachte noch: "Mein Gott Du Depp wirst wohl genug Platz haben, um an mir vorbei zu kommen." Aber dann die Ansprache: "Ich wusste doch, ich kenne den Mann." Es war der oberste Boss in meinem Münchener Büro. Bei Anwälten heisst das PIC = Partner in Charge. Er hat mich 3 - 4 Kilometer begleitet und wir haben es tatsächlich geschafft, kein Wort über die Arbeit zu reden. Dann brauste er aber weiter und ich konnte wieder Menschen beobachten. An der Isar sass ein Mann, über ihn gebeugt eine Frau, die seine Haare Strähne für Strähne untersuchte. Ich hätte schwören können, so sieht es aus, wenn Affen sich lausen. Aber, wie immer gilt auch hier, im Zweifel für die Angeklagten und so werte ich dies mal einfach nur als lieb gemeinte Geste. Und dann kam mir noch ein süsses Häschen entgegen, welches mich drei Kilometer später wieder leichtfüssig überholte, auf dem Rückweg dann wohl. Leider kam ich trotz Beschleunigung nicht mehr heran und so wurde der nette Anblick kleiner und kleiner, schade. Fürs Training war es aber gut, so hatte ich eine Endbeschleunigung, wie sie von vielen Trainigsplänen empfohlen wird. Alles in Allem, ein Super Lauf mit einem Schnitt von 6:04 Min/km auf 30km. Das geht doch, oder? Im Fall.
    Stdiut

  • Arzt und Glauben

    Wenn ich in ein Wartzimmer komme, in dem ein Kreuz hängt, werde ich misstrauisch. Glaubt der Arzt seinen eigenen Fähigkeiten nicht und vertraut auf den Glauben? Oder kann er selbst nicht glauben, dass seine Behandlung anschlägt? Warum gibt es immer wieder Ärzte in Sekten? Und warum sollte ein christlicher Arzt besser heilen können als ein muslimischer oder ein Buddhist? Wenn ich dann bei manchen Lauf Gurus lese, dass sie inzwischen völlig auf Kohlenhydrate verzichten wollen, dann kommen mir immer mehr Zweifel, ob ich wirklich noch auf Ärzte hören soll. Es ist schon immer so gewesen, dass es die gesunde Mischung macht. Und eine andere Ärztin hat mal den schönen Satz gesagt, Fette verbrennen nur in Kohlehydraten. Wenn man dann noch weiss, dass schon bei der Geburt eines Säuglings in dessen Leber Glykogen gespeichert ist, dann kann die Empfehlung gar keine Kohlenhydrate zu sich zu nehmen nur hirnrissig sein.
    Übrigens bin ich strikt für die Trennung von Staat und Kirche, deswegen glaube ich auch keinem Guru.
    Stdiut

  • Gänse

    Von wegen Gänsemarsch. Auf meinem heutigen Lauf überquerte eine Schar Gänse meinen Weg. Ich musste mitten durch die Schar von etwa dreissig Tieren. Von wegen Gänsemarsch, sie liefen schnatternd nebeneinander her und beäugten mich als Störenfried schräg von der Seite. Sie duldeten aber gnädig meine Durchquerung ihrer geschlossenen Reihen und waren auch nicht besonders aufgeregt. Sie empfanden mich einfach nur als lästig. Grossstadtgänse haben also schon von den Menschen gelernt und laufen schlampig nebeneinander her. Also wenn ich ein Haustier halten dürfte, wäre das eine Graugans. Ich finde diese Viecher einfach niedlich. Sie sind wachsam und treu. Nur leider gibt es da dieses Hygieneproblem. Ich glaube, da sind sie einfach nicht dressierfähig. Der Lauf fand in dunkler Atmosphäre statt, dunkle Wolken, wie kurz vor dem Wolkenbruch, aber diese Stimmung mag ich gern. Auch diese etwas feuchte Luft ist sehr angenehm. Tempo war heute etwas langsamer. So um die 05:38 min/km im Schnitt, man kann ja nicht jeden Tag so losfetzen.
    Stdiut

  • Sonne - Lauf - Vergnügen - kackende Hunde

    Bei diesem Wetter musste ich heute endlich wieder laufen. Obwohl mir alles zur Zeit irgendwie schwer zu fallen scheint, war das Ergebnis wieder super. Zehn Kilometer in 05:14 Min/km und dann noch 2km austrudeln. Habe mich heute fast ein wenig verlaufen, weil ich der Sonne nicht geglaubt habe, dass sie im Süden steht. Nachdem ich aber dann wieder auf die Isar stiess und den Sonnenstand verglich, stand sie wirklich so südlich, südlicher geht nicht. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass man das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten verliert und sich nicht mehr zutraut die Himmelsrichtung anhand der Sonne zu bestimmen, kein Wunder wenn man dauernd in der U-Bahn sitzt.
    Es gab viele Spaziergänger heute, Liebespärchen, Rentner, Walker und Hundebesitzer. Einige grosse Hunde machten auch grosse Haufen. Ich habe überlegt, wie ich wohl ausgesehen habe, als bei meinem Militärausflug nach Kasachstan durch die Steppe marschiert bin, um meine Häufchen abzulegen, mit dem Spaten in der Hand, um es einzubuddeln. Es gab dort vor den Toiletten keine Türen und mit Zuschauern konnte ich nicht. Jedenfalls war ich froh, es nicht mit der Tüte aufsammeln zu müssen. Aber es gab auch nur eine Frau, die heute eine Tüte ergriff, um sich an die Beseitigung der Hinterlassenschaften ihres Hundes zu machen. Und so wie diese Dame sich nach allen Seiten umschaute, bin ich irgendwie sicher, dass der Haufen da immer noch vor sich hin dampft.
    Stdiut

  • Der Hund

    Der Hund
    Der Vormittag war stressig gewesen. Das Telefon klingelte, kaum dass er die Bürotür geöffnet hatte. Er erledigte wie immer alles schnell und sofort. Nebenbei kamen die Routineaufgaben, die Anfragen aus der Europa- und USA-Zentrale, mehr oder weniger wichtig und notwendig, aber er wollte kein Gejammer von dort hören. Das Frühstück, dass er sich jeden Morgen frisch von einem Bäcker mitbrachte, den er nach langer Wahl ausgesucht hatte, nach verschiedenen Kriterien, wie Preis, Freundlichkeit der Bedienung, Frische, Geschmack, wobei er besonderen Wert auf die Bedienung legte, denn er hasste nichts so sehr wie Unfreundlichkeit oder Schlampigkeit, musste heute nebenbei verzehrt werden. Am liebsten mochte er es, wenn er einen Bissen von seiner frischen Semmel oder einem schönen Stück Kuchen nahm und dazu einen Schluck des noch ganz heißen Kaffees. Leider musste diese Zeremonie heute entfallen. Statt dessen kümmerte er sich um wirkliche oder eingebildete Probleme, gab ein paar Ratschläge, von denen er bei Einigen wusste, dass sie entweder in 10 Sekunden, nachdem er den Raum verlassen hatte, vergessen waren oder er entnahm dem Gesichtsausdruck der Person ihm gegenüber, dass er gegen ein leeres Hirn anzureden versuchte. Oder noch schlimmer wie die Worte, die er sprach, links in das Ohr hineinflossen, um rechts als schwarzer Klumpen wieder herauszuquellen, unverarbeitet selbstverständlich. Aber immer noch besser als sein alter Job, in welchem er stundenlang vor einem schwarzen Telefon hockte, in der Hoffnung auf eine Anfrage und vor Langeweile manchmal bereit, sich eine Gabel ins Auge zu rammen. Und wenn es dann doch einmal klingelte, war es ein Anruf von seinem Manager Horst. Weiß der Geier, wie der das werden konnte, aber in der Firma mit der Pullman-braunen Corporate Identity wurde von innen heraus befördert. Horst war einfach zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen, schien es. Noch heute, viele Jahre später verband er mit dem Namen Horst den Intellekt einer knieenden Ameise, mögen alle anderen Horsts ihm vergeben. Nachdem viele Aufgaben abgearbeitet waren, das Blackberry von Zeit zu Zeit vibrierte, um den Eingang einer neuen Mail zu verkünden und fast alle Anfragen abgearbeitet waren, schrieb er schnell noch ein paar Tickets an die übergeordneten Abteilungen. Teilweise waren ihm durch das System die Hände gebunden und er konnte eben nicht alles selbst lösen, teils lag es auch daran, dass er gar nicht alle Systeme kannte, um die er sich zu kümmern hatte. Endlich konnte er, wenn auch etwas verspätet, in seine Mittagspause gehen. Er stellte das Telefon auf abwesend, nahm eine Trinkflasche mit Wasser, stempelte sich aus und fuhr mit dem Lift in den Keller. Dort in der Umkleidekabine angekommen, setzte er sich auf die Klobrille, pinkelte endlich in aller Ruhe, streckte die Beine von sich und genoss die Stille. Dann, nach dieser kurzen aber intensiven Entspannung zog er sich aus und nahm von einem Ständer die dort Bereithängenden Kleidungsstücke, die ein Läufer benötigt. Es war warm heute, also benötigte er nur kurze Tights und ein kurzes Shirt, natürlich über der Laufunterwäsche aus Funktionsfasern. Er konnte sich auch bei größter Hitze nicht dazu durchringen ohne Unterwäsche zu laufen. Das kam ihm nackt und unhygienisch vor. Dann wählte er noch zwischen den zwei Paar Laufschuhen aus, die zur Auswahl standen. Da er fast täglich in der Pause lief, hatte er immer ein Paar zum Wechseln. Er genoss das Laufen. Es war ihm zur liebgewordenen Gewohnheit geworden. Er genoss die Ruhe, das Alleinsein, die Natur, die sich an jedem Tag verändert haben konnte. Er gehörte nicht zu den Läufern, die mit Musik im Ohr liefen. Das hätte ihn von seiner eigenen inneren Ruhe abgelenkt. Fast war es wie eine innere Meditation, wenn er lief. Er hörte seine Schritte, die Atmung, wie das Blut pulsierte, wie die Sehnen und Muskeln zusammenarbeiteten. Bei seinen Läufen mochte er gern ruhige Wege, möglichst menschenleer, in einer Großstadt mitten in der Innenstadt, so gut wie unmöglich. Also versuchte er die Menschen auszublenden. Natürlich grüsste er freundlich andere Läufer, doch erstens traf er wenige und zweitens war es hier einfach nicht so üblich, wie in anderen Städten oder ländlichen Gebieten oder sogar im Ausland im Urlaub, den Gruß zu erwidern. Anderen Menschengruppen versuchte er auszuweichen und möglichst nicht zu nahe zu kommen. Fahrradfahrer, Spaziergänger, Hundeausführer. Er trat heute bei strahlendem Sonnenschein aus dem Haus und schaltete das GPS seiner Laufuhr ein, dann entfernte er sich etwas von seiner Arbeit, um keinen Kollegen zu begegnen. Er konnte einfach die Sprüche nicht mehr hören "Na, wieder fleißig.", "Schon wieder laufen." oder ähnliches. Als endlich das Zifferblatt Bereitschaft anzeigte, lief er los. Zwei Kilometer belebte Strecke, dann endlich in den großen Stadtpark, wo es keinen Verkehr mehr und weniger Menschen gab. Kaum hatte er den Wasserarm eines Kanals überquert, bemerkte er eine schwangere Frau mit Kinderwagen, die ihn hilfesuchend anrief. Eigentlich hasste er die Unsitte von Fußgängern ausgerechnet Läufer nach dem Weg zu fragen, aber da weit und niemand anderes zu sehen war, drückte er Stopp auf der Laufuhr und gab die erwünschte Wegbeschreibung. Froh darüber, dass er die Antwort gewusst hatte und glücklich über die Aussicht wieder laufen zu können, drückte er Start. Doch schon nach wenigen Metern knallte eine lebensmüde Biene im Steilflug hinter das Glas seiner Laufbrille, die er immer zum Schutz vor Insekten trug und versuchte ihn zu stechen. Mit einem Aufschrei schlug er blitzschnell zu und schleuderte das Insekt auf die Erde, bevor es zur Tat schreiten konnte. Bei dem Wunsch das Leben zu beenden, war er dem Tier behilflich und zertrampelte es wutentbrannt und erschrocken. Nachdem er das Auge durch Betasten als gerettet erachtete, nahm er zur Kenntnis, dass der Vorfall die Genauigkeit der Aufzeichnung ziemlich negativ beeinflusst hatte und lief schulterzuckend weiter. Kaum hatte er sich einigermaßen beruhigt, kam ihm ein älterer Herr auf dem Rad entgegen. Da er gern links lief, der verbissene Mann aber auf seiner rechten Spur beharrte, blieb ihm nichts weiter übrig, als ins Gras auszuweichen, um nicht Opfer einer Fahrradattacke eines altersstarrsinnigen Rentners zu werden, obwohl der Weg genug Möglichkeit bot auszuweichen, so man eben gewollt hätte. Leicht verärgert aber auch belustigt wieder auf den Weg zurück und weiter ging es. Nach einer Weile, bei etwa acht absolvierten Kilometern, stellte er zufrieden fest, dass er trotz der Behinderungen einen guten Durchschnitt für die Zeit seines heutigen Laufs verzeichnen konnte. Dann sah er eine Frau auf einem Fahrrad auf sich zukommen, begleitet von einem Hund, der ihm locker bis an die Hüfte reichte, solange er sich auf allen Vieren befand und mehr wollte er sich momentan gar nicht vorstellen. Beim Näher kommen schätzte er die Frau kurz ein, gut gekleidet, um die Vierzig, gut situiert, etwas zuviel geschminkt für diese Tageszeit. Typische Frau eines Doktors, Rechtsanwalts oder auch nur Alleinerbin, Millionärsgattin. Der Hund nicht an der Leine, aber selbst wenn, sah sie nicht so aus, als hätte sie den strammen Max halten können. Vorsichtig nahm er Tempo aus dem Lauf und versuchte den beiden so weit wie möglich auszuweichen. Zu oft hatte er schon schlechte Erfahrungen mit solchen Hundebesitzern und deren tierischem Eigentum gemacht. Es schien aber alles gut zu gehen. Vorbei am Frauchen. Dann 10 m weiter hörte er es, ein Geräusch von schweren Pfoten auf sandigem Untergrund, der Hund bellte und knurrte. Blitzschnell drehte er sich um und sah sich hochgezogenen Lefzen gegenüber, scharfen Eckzähnen und einem bellenden Wesen. Der Kopf befand sich in Höhe seiner Testikel, die er als wertvolles Gut empfand, sein Herz klopfte schlagartig bis zum Hals und er war auf das Schlimmste gefasst. "Keine Angst, der tut Ihnen nichts.", schallte es mit wehendem Haar, lippenstiftgeschmückt von der Dame auf dem Rad. Ratlos stand er dem Vieh gegenüber und hörte es immer noch bellen, wobei der Kopf immer wieder in Richtung seines Unterkörpers zuckte. Dann schien der Hund sich zu beruhigen und trottete in Richtung Fahrradfrauchen zurück. Das Herz pochte immer noch bis zum Hals, seine Hände zitterten. Er fühlte sich gedemütigt von einem Fleischkloß und einer Frau, die ihren Hund schlecht erzogen hatte. In solchen Momenten bereute er es, nicht aufgerüstet zu haben und mit Pfefferspray auf Tour zu gehen. Dem Hund wurde jetzt der Kopf getätschelt. Statt ihn anzuleinen wurde er auch noch gelobt. Er hatte selbst Hunde, bis er in die Großstadt gezogen war, aber so eine falsche Behandlung erregte ihn immer wieder. Ein Hund ist immer noch ein Tier und brauchte richtige Signale. Er drehte sich wieder um und lief weiter. Er war noch keine 20 m gekommen, als er schon wieder die Hundepfoten hörte. "Ariadne", schrie die Dame, "Ariadne, komm zurück." In der Hoffnung, dass "er", der Hund "Ariadne" auf seine Herrin hören würde, lief er weiter. Wieder ein Bellen und Knurren dicht hinter ihm, doch plötzlich hatte ihm der Hund einen Fuß weggezogen und er stolperte und fiel in hohem Bogen hin. Er konnte gerade noch einen Aufprall seines Gesichtes auf dem Kiesuntergrund verhindern. Er spürte einen blutigen Geschmack im Mund und Wut stieg in ihm auf. Er sprang auf und versetzte Ariadne einen Tritt, woraufhin sich der Hund jaulend verzog. Konnte schon sein, dass er nur spielen wollte, aber ein Läufer ist kein Spielzeug. Dann ging alles sehr schnell. Er stand vor der Frau und bellte sie an. Erschrocken warf sie ihr Fahrrad weg und starrte ihn an. Er konnte nicht mehr aufhören, der Geschmack seines eigenen Blutes hatte ihn rasend gemacht. Er kläffte sie an und fuhr ihr mit seiner Zunge übers Gesicht. Sie war wie gelähmt. Dann plötzlich biss er zu, immer und immer wieder. Ihre Schreie machten ihn nur noch wütender, ihr Blut intensivierte seine plötzlich erwachende Gier. Ariadne glotzte nur blöd. Aber er hatte das Tier in sich entdeckt.

  • Vorsätzlich Laufen - Nicht NUR Lauf Verse

    Ab sofort sind die Bücher bei amazon gelistet, zwar noch ohne Bild und Cover, aber seit meinem ersten Buch weiss ich, dass die Literaturwelt ganz anders tickt als die Welt in der ich arbeite, IT. Da ist nicht nur die Zeitung von gestern veraltet, sondern bereits die Meldung von vor einer Stunde. In der Welt des Buches dauert alles etwas länger, aber Geschichten sollen ja auch für die Ewigkeit erzählt werden.
    Um es etwas spannender zu machen, werde ich eine Kurzgeschichte hier einstellen, sozusagen als Appetithappen. Viel Spass beim Lesen.
    Stdiut

  • Pause - Verlängerung

    Die Überschrift könnte Fussball Fans in die Irre locken. Aber ich gehe mit meiner Laufpause in die Verlängerung. Heute habe ich einen derart vollgeknallten Terminkalender, dass das Laufen mir keinen Spass machen würde. Also werde ich einfach 2 Tage pausieren und dafür halt Mittwoch und Donnerstag meine Bahnen ziehen. Wochenende sowieso, da sind zwar auch viele Termine, aber die habe ich alle schon so hingeschaufelt, dass ich Samstag einen langen Lauf machen kann und Sonntag mindestens 10km oder mehr. Organisation ist alles, wozu bin ich Coordinator? Irgendwo muss der Name doch herkommen.
    Okay den Titel habe ich mir ja nicht selbst verpasst, aber ab und an passt er doch, oder?
    Stdiut

  • In der New Yorker U-Bahn hat ein Mann einen Fahrgast niedergestochen

    In der New Yorker U-Bahn hat ein Mann einen Fahrgast niedergestochen, weil sich die beiden um einen Sitzplatz stritten.... Die Polizei geht Hinweisen nach, das spätere Opfer habe sich geweigert, seine Tasche zur Seite zu stellen, um einen Sitzplatz freizumachen. Quelle Spiegel Online
    Wie oft ärgert man sich in Bus und Bahn, weil die Menschen aussen sitzen und die inneren Plätze blockieren. Oder im Bus ihre Einkaufstasche neben sich stellen, um niemanden neben sich zu erdulden. Man kann es mit Humor nehmen, wie die ältere Dame in der S-Bahn in Berlin, die zielsicher auf den Platz mit der Tasche zugeht und sagt: "Die Tasche hat wohl ooch jezahlt." Oder man ist müde steht in der U-Bahn und tickt eben mal aus, wie der Mann in New York. Okay man muss es ja nicht gleich übertreiben, aber ich mache mir auch einen Spass daraus, immer durch die aussen sitzenden auf den inneren Platz zu gehen und wenn es nur für eine Station ist. Ich habe ja schliesslich gezahlt.
    Auf was man so alles kommt, morgens in der U-Bahn.
    Stdiut

  • Hundegrippe

    Was wäre eigentlich, wenn es nicht Schweinegrippe oder Vogelgrippe, sondern Hundegrippe wäre? Würden die Menschen sich dann noch trauen, ihre verängstigten Lieblinge mit in die überfüllte U-Bahn zu nehmen? Würden die Hunde "gekeult" werden und ihre Kadaver würden in Tierkörperbeseitigungsanlagen landen? Welcher Nachbar würde wem noch vertrauen und wer würde wen denunzieren? Würden die Menschen ihre Tiere weiter lieben oder im Wald aussetzen? Können Hunde eigentlich die Schweinegrippe bekommen oder sie zumindestens übertragen? Auf was man so alles kommt, morgens in der U-Bahn.
    Stdiut

  • Frühlingswetter

    Heute waren wieder tausende von Menschen entlang der Isar unterwegs. Die milden Temperaturen hat sie alle aus niedriger Häusern dumpfen Gemächern ans Licht gebracht. Sogar an den rekonstruierten Ufern sassen Leute. Des einen Freud, des andren Leid, leider versperrten schon manchmal vier dicke Hintern den gesamten Weg. Aber wenn Läufer in Gruppen unterwegs sind, benehmen sie sich oft auch nicht besser. Da müssen dann unbedingt alle nebeneinander laufen, wie römische Legionäre beim Angriff. Wo sind diese Menschen eigentlich alle, wenn es regnet? In Kneipen, in den Wohnungen vorm Fernseher? Indoor kann man mit Familien nicht unbedingt viel unternehmen. Und die Laufhalle für Indoor Läufer hat auch noch keiner erfunden. Nur Skihallen. Die heute geplanten 30km liefen phantastisch. Anfangs hatte ich ja noch Bedenken, weil ich erst um 11:00 aus dem Bett kam, aber das verflog schnell. Somit stehen diese Woche 65km zu Buche (64,96 ganz genau). So langsam kommt das Training wieder in normale Bereiche. Ich nähere mich der 2500km Marke für das Jahr 2009. So viele Kilometer bin ich in noch keinem Jahr davor gelaufen. Die 3000km werde ich wohl realistisch betrachtet nicht mehr erreichen. Dafür habe ich schlicht nicht genug Zeit. Beruf muss ja auch noch sein.
    Stdiut

  • Stein im Schuh

    Heute bin ich losgelaufen und gleich tat mir der rechte Fuss weh. Plantarsehne, dachte ich. Aber nach 500m war der Schmerz wieder weg. Dann bemerkte ich einen kleinen Kieselstein im Schuh, das Miststück war ziemlich stechend, wenn ich aus Versehen genau drauf trat. Also versuchte ich durch Schlenkern des Fusses zu erreichen, dass der Stein im vorderen Teil des Schuhes blieb. Leider ist mir das nicht so ganz gelungen, so alle 500m war er wieder da. Da ich aber zu faul war anzuhalten und den Stein heraus zu schütteln, kämpfte ich auf die Art und Weise mit dem fiesen Kiesel Kilometer für Kilometer. Zwischenzeitlich konnte ich ihn sogar mal vergessen, als mir zum Beispiel zwei blöde Hunde begegneten, der auf vier Beinen wollte spielen und der auf zwei Beinen hatte den anderen nicht im Griff. Ich habe den vierbeinigen angeschnauzt und der hat dann auch den Schwanz eingezogen und sich getrollt. Heute musste man auch sehr auf kleine Menschen auf Rädern aufpassen. Viele Eltern waren bei dem Wetter spazieren und liessen den Nachwuchs auf kleinen Velos strampeln. Eigentlich eine ganz nette Geste, leider waren diese Kinder aber nicht so wirklich spurtreu, wodurch man heftige Ausweichmanöver machen musste. Ich meine, wenn ich auf so einen Dreijährigen falle, ist der platt und das nicht nur bildlich gesprochen. Kurz vor Ende schaute ich erst auf die Garmin Uhr und siehe da, mein Durchschnitt hatte sich von 05:56 min/km auf 05:29 min/km verbessert. Aus irgendeinem Grunde habe ich unbewusst beschleunigt. Auch cool. Ich kann mich aber an gar keinen Knackarsch erinnern, der mich dazu animiert hätte. Vielleicht wollte ich einfach heim und den Fieselkiesel los werden. Den habe ich dann feierlich in die Wanne stürzen lassen und mit der Dusche den Abguss runter gespült. Das hat er nun davon.
    Stdiut

  • Vorsätzlich Laufen - Mein Drittes Buch - Kurzgeschichten

    Vorsätzlich Laufen
    Kurzgeschichten aus der Lauf-Welt

    Wenn Sie wissen wollen, wie ein Toter Bestzeit läuft, warum man unterwegs Klopapier dabei haben sollte, was man beim Pilze sammeln finden kann und warum es manchmal nützlich ist, sich vor einem Wettkampf die Zähne nicht zu putzen. Wenn Sie außerdem interessante Begegnungen zwischen Hunden und Menschen erleben wollen und Einblicke in die Motivation von Sportlern, dann lesen Sie diese Kurzgeschichten über Läufer, die manchmal an der Ziellinie enden, aber meist viel weiter gehen.

    Books on Demand
    ISBN 978-3-8391-1722-4, Paperback, 104 Seiten Vorsatzcover

  • Nicht NUR Lauf Verse - Mein zweites Buch

    Dieses Buch enthält zwei Berichte über Ultra Läufe. Zum ersten über den berühmtesten 100km Lauf in Biel/CH sowie über einen Etappen Lauf von Berlin nach Usedom und seine Strapazen. Jeder kann es schaffen. Wie schon in "Lauf Verse" wird das Ganze ergänzt durch Gedichte über das Laufen.

    Books on Demand
    ISBN 978-3-8391-0115-5, Paperback, 108 Seiten

    NichtnurCover

  • Frische Luft und Sushi

    Frische Luft und Sushi sind genau die Dinge, die ich jetzt benötige. Der Tag war heute einfach ätzend. Ich habe heute einen Selbststudium Tag eingelegt, mit Dingen die die Welt nicht braucht, die aber einfach mal angeschaut werden müssen. Jetzt habe ich hoffentlich wieder ein paar Pluspunkte bei meinem EUR Manager und kann brav ins Wochenende gehen. Mit Samstag kurz laufen, so um die 10km und Sonntag einen schönen gemütlichen langen Lauf. Da soll es zwar schon wieder regnen, aber wer kann für Unglück.
    Stdiut

  • Gähn

    Da heute Nacht geräuschbedingt wieder etwas kürzer war, könnte ich jetzt um 17 Uhr meinen Kopf schon wieder auf den Tisch legen und schnarchen. Fällt aber wahrscheinlich auf. Habe mich heute Nachmittag immerhin erfolgreich vor dem "Staff" Meeting gedrückt, weil ich ein sehr wichtiges "Upgrade" vornehmen musste. Irgendwelche Vorteile muss der Job doch mit sich bringen, oder? Lauftechnisch ist heute Pause. Ich horche in mich hinein und versuche zu hören, wie die Muskeln wachsen. Unser armer Laufmeister hat sein Training zur Nebensache erklärt, ich hoffe für ihn, dass da nichts schlimmes im Anmarsch ist. Bei mir liegen die Prioritäten sowieso immer so, dass das Laufen nicht alles in meinem Leben ist. Und oberstes Gebot, es muss Spass machen. Wenn das irgendwann mal nicht mehr so sein sollte, suche ich mir ein neues Hobby. Ich gehe Freitag ins Theater, die Woche drauf zu einem Filmfest, dann zum "Messias", ich werde Weihnachten nach London fliegen und ausserdem gehe ich auch noch sehr gerne Essen. Gut das Lesen und die Philosophie und Sprachen lernen stelle ich etwas hintenan, da laufe ich dann lieber. Aber so ein Tag hat ja auch nur 24 Stunden, oder? Im Fall.
    Stdiut

  • Sympaticus und Parasympaticus

    Langsam geht es auch. Habe die heutige Runde ruhig absolviert und mich gezwungen, nicht auf die Uhr zu gucken. War dann so etwa ein 5:50 Schnitt. Irgendetwas habe ich am Wochenende falsch gemacht. Ich bin aber auch todmüde, vielleicht fängt schon langsam die Winterstarre an. Oder was kommt noch einmal vor der Frühjahrsmüdigkeit? Mein Sympaticus und Parasympaticus scheinen sich wieder einmal nicht einigen zu können, ob ich nun zu dick bin fürs Laufen oder einfach nur zu alt. Aber wer hört denn schon auf die Jungs. Die kennt doch gar keiner und Freunde haben die auch nicht.
    Stdiut

  • U-Bahn Plakate

    Gestern in der U-Bahn setzte ich mich neben zwei junge Männer. Sie unterhielten sich laut auf russisch, weshalb ich meine Ohren spitzte und versuchte den Inhalt zu verstehen. Sie unterhielten sich über ihr Studium und streuten die Titel der Vorlesungen dann immer in deutsch ein, wohl zu kompliziert zu übersetzen oder es hätte einfach zu lange gedauert. Um nicht als Lauscher aufzufallen, denn sie dachten wohl in der ganzen Bahn spricht kein Mensch russisch und sprachen ungeniert laut, schaute ich nach oben auf das Werbeplakat. Was ich da sah, fand ich wiederum so witzig, dass ich unwillkürlich grinsen musste. Da stand schwarz auf gelbem Untergrund: "Deutsch Kurse in München". Gott sei Dank musste ich dann gleich raus, sonst hätten die beiden vielleicht gedacht, ich lache sie aus.
    Stdiut

  • Ach, zwei Wünsche wünscht' ich immer

    "Ach, zwei Wünsche wünscht' ich immer" von Adolf Glaßbrenner ist ein nettes Gedicht. Leicht abgewandelt könnte ich in meinem Job sagen: Ach zwei Sätze hör ich immer .... Und welche sind das wohl. Satz 1: "Ich habe gar nichts gemacht." und Satz 2: "Gestern ging es noch." Komischerweise würde niemand in einer Werkstatt auf die Idee kommen über sein Auto zu sagen, gestern fuhr es noch, habe ich jedenfalls noch nie gehört.
    Das Laufen bringt mich aber immer runter, wenn ich doch mal Gefahr laufe (witziges Wortspiel, oder) auszurasten oder dem User oder DAU zu sagen, was denn wirklich das Problem ist. Heute fiel mir das Laufen echt schwer. Irgendwie habe ich mich Sonntag überanstrengt. Habe heute 8km durchgeballert und den Rest langsam zu Ende gelaufen, was dann am Schluss immer noch 05:26 ergab, aber es tat weh, sowohl körperlich als auch dem inneren Schweinehund. Morgen werde ich wohl mal ein langsames Läufchen machen, in der Ruhe liegt die Kraft.
    Stdiut

  • Dunkel Lauf

    Ich musste gestern erschrocken feststellen, dass es extrem früh duster wird. Das bremst natürlich etwas das Tempo. Andererseits habe ich aber keine Lust eine Stirnlampe zu tragen. Sonst komm ich mir so vor wie die kleinen Hunde an der Isar mit ihren leuchtenden Halsbändern. Es stehen genug Laternen in den Parks rum, um mal 10km zu laufen und die langen Kanten kann ich ja morgens nach dem Frühstück laufen, also so gegen 12:00 Uhr. Da ist es garantiert hell, ausser es regnet oder schneit dann mal tüchtig. Irgendwie habe ich von gestern einen echten Muskelkater übrig, aber der wird schon bald verflogen sein. Heute Nacht muss ich eben mal gleich auf die Couch ziehen, um durchschlafen zu können. Gestern Nacht bin ich um 02:38 Uhr geflüchtet, das kostet Schlaf und Kraft.
    Stdiut

  • Kilometer

    Wer rechnen kann ist klar im Vorteil, natürlich hatte ich gestern schon 45km in den Füssen und brauchte deswegen keine 15km mehr um 50km voll zu kriegen. Das hat mich aber nicht davon abgehalten trotzdem 15km zu laufen und somit war es ein Wochenpensum von 60,6km. Natürlich immer noch weit entfernt von Glanzleistungen, aber wieder ein normales Wochenpensum. Hipp Hipp Hurra. Gestern waren wir relativ früh zu Hause und für einen Samstag auch früh im Bett. Das lag aber auch daran, dass wir heute Morgen verabredet waren, zu einem echt englischen Frühstück im Victorian Teahouse am Viktualienmarkt. Schee wars. Danach haben meine Layouterin Conny und ich geschuftet und jetzt ist es soweit, Tara, ich habe zwei neue Bücher über BOD veröffentlicht. Die neuen Titel verrate ich aber erst, wenn Sie richtig im Buchhandel sind. Ab demnächst habe ich jedenfalls wieder Zeit so ab und an ein wenig Läufer Lyrik hier zu veröffentlichen. Da hatte ich keinen Kopf mehr für. Das war wahrscheinlich meine erste Schreibblockade :-)
    Stdiut

  • Hitzewelle - Hitzewallung

    Bei der Hitze heute war die Jacke schon fast zuviel. Habe ordentlich geschwitzt beim Lauf. Bin die ordentlich knackigen Hügel von Grünwald entlang gelaufen. Heute hatten allerdings Sporttracks und Garmin gleich 12 sec Unterschied bei der Geschwindigkeit. Laut Garmin waren es 05:55 Min/km und laut SportTracks 05:43 Min/km. Da ich immer vom Guten in der Technik und im Menschen - also dem Programmierer - ausgehe, glaube ich einfach SportTracks, dann sieht man doch auch sonst gleich viel besser aus. Gesamtkilometer waren 22,27. Das ist für einen Samstag wohl erstmal genug. Werde jetzt zu einer Party gehen und hoffentlich nicht zuviel fressen und morgen dann noch einmal 15km, dann habe ich die 50 voll. Wobei morgen um 09:30 Uhr erst mal ein Frühstück mit Freunden ansteht und dann ein wenig Arbeit. Aber davon dann morgen.
    Stdiut

  • MIAU und Essen

    Also das Essen beim Afghanen war gut, aber nicht umwerfend. Beim Service hatte der Mann eine andere Zeitwahrnehmung als die Gäste, aber das stand ja schon bei der Kritik zum Lokal. Ich bin die arabischen Fünf Minuten noch von meiner Arbeit im Palast Hotel gewöhnt, das kann schon mal bis zu einer europäischen Stunde dauern, Inschallah - ‏إن شاء الله‎- So Gott will. Die Preise waren für Münchener Verhältnisse moderat.
    Dort haben sich dann der Organisator des MIAU Laufes sowie zwei Helfer getroffen und schon mal über den Lauf und Dinge des täglichen Lebens geschwafelt. Unsere Damen hatten beide abgesagt. War recht nett insgesamt und hat dementsprechend auch sehr lange gedauert. Der MIAU heisst voll ausgesprochen München-Innsbruck-Alpen-Ultralauf und wird sicher interessant. Eigentlich wollte ich den mitlaufen, aber da Bernd den ersten Lauf gern selbst mit bestreiten will, habe ich mich eben als Helfer gemeldet. Man muss ja auch mal Geben statt Nehmen. Dann mache ich den halt im nächsten Jahr.
    Stdiut

  • Der letzte Drücker

    Kennt Ihr das, den ganzen Tag hat man Zeit und dann auf den letzten Drücker muss man alles auf einmal machen. Aber egal, meine Ruhe ist durch nichts zu erschüttern. Ich gehe jetzt zum Lauf Stammtisch Afghanisch essen, Report folgt.
    Stdiut

  • Absperrband

    Da laufe ich gemütlich meine Mittagsrunde und dann folgendes Bild. Etwa 30 bis 50 Menschen, die vorwiegend schwarz gekleidet sind und offensichtlich keiner Tätigkeit nachgehen, sondern diskutieren, alle hinter einem Anführer hinterher laufen und furchtbar wichtig sind. Richtig, ich musste durch ein Filmset durchlaufen. Es stand auch was von Pyro da, also wird es ein Krimi mit Knalleffekten. Ich habe mich durch die Menschenmengen durchgedrängelt und habe das schlaffe Absperrband am Ende der Brücke einfach hochgehoben. Man muss sich ja nicht unbedingt die engste Stelle an einem Fluss suchen und so viele Brücken haben wir nun einmal nicht über die Isar. Das Wetter heute ist sehr schön, zwar keine Sonne aber schöne Luft. Vom Tempo her habe ich mich heute eher an die Atmung gehalten, es sollte nie zu angestrengt werden. Am Ende standen dann 12km in einem 05:30 Schnitt auf der Uhr. Damit bin ich sehr zufrieden. Die Strecke habe ich heute mal ein wenig variiert, so ein bisschen nördlicher als üblich. Sonst kann ich irgendwann die Baumwurzeln an der Form erkennen. Dabei ist der Englische Garten doch sehr gross und bietet genug Abwechslung.
    Stdiut

  • Guter Lauf

    Heute kam der Test, ob der alte Mann noch laufen kann. Nach so langer, schwerer Krankheit und Gewichtsverlusten, war das ja mal gar nicht so sicher. Aber es ging gut. Auf flotten Sohlen durch den Englischen Garten und 10km waren in 52 Minuten vorbei. Ist doch okay für die lange Abstinenz. So langsam hat es mir aber auch gefehlt. Und nach der Laufpause am Mittag war ich im Büro heiss gefragt. Ich wurde sogar angemault, wo ich so lange laufen war. Darüber kann ich aber nur lächeln. Selbst schuld, wenn man erst nach 13 Uhr zur Arbeit kommt. Ich war schon ab 08:20 im Haus. Und duschen muss ich dann schon auch noch, kann ja nicht stinkend wie ein Iltis durch die Gänge huschen. Obwohl wenn ich so manche Folgen von "The IT Crowd" anschaue, wünsche ich mir direkt wieder einen Job im Kellerverlies, wie es den meisten aus der EDV eben so geht. Da wird man selten gesehen, das hat auch viele Vorteile.
    Stdiut

  • Rechnungen

    Rechnungen sind so mit das grösste Übel für einen IT Angestellten. Besonders wenn man sich um Pfennig Beträge hin und herstreiten muss. Das abhaken kostet mehr Gehalt, als die Rechnung wert ist. Man darf aber heutzutage nichts unkontrolliert durchwinken, sonst gilt man schnell als schlampig. Und wer mein Büro schon mal gesehen hat, hat mindestens einen Anflug von Ahnung, was kreative Ordnung für mich bedeutet. Das kann natürlich leicht mit schlampig verwechselt werden. Ist es aber nicht.
    Stdiut

  • Schlechtes Gewissen

    Also so faul wie heute war ich schon lange nicht mehr. Frühstück, dann Sauna mit Salzgrotte, dann Kaffee, dann Nachmittagsschläfchen, dann Abendessen und dann rumsitzen.
    Das geht so nicht weiter. Ich will und muss endlich wieder laufen. Das war ja eine Nullwoche. Andererseits, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
    Stdiut

  • Ich habe keine Lust

    Aber der Lehrer hat so gebettelt, also gehe ich heute, an einem Samstag, in eine Kneipe um dort zu viert Konversation auf holländisch zu betreiben. Dabei wollte ich heute wirklich mal gar nichts tun. Nagut dafür muss ich heute nix kochen, da wir danach gleich in der Gegend essen gehen, also nicht der Lehrer und ich sondern mein Freund und ich. Es heisst "Monsoon" und ist vietnamesisch. Bin mal gespannt, ob mein Magen das schon verkraftet. Aber ich muss üben, denn unser Laufstammtisch am nächsten Donnerstag wird bei einem Afghanen stattfinden, da wird es auch nicht unexotischer. Andererseits könnte ich mir eine fette Haxe, also die typische bayerische Küche auch grad nicht so sehr gut vorstellen. Was hätte meine Mutter denn so hingestellt? Vielleicht Stampfkartoffeln mit Rührei oder süsssaurer Sosse und mein ältester Bruder hätte noch eingeweckte Stachelbeeren drüber gekippt. Man muss eben alles mal probiert haben im Leben. Das Ausruhen heute hat mir eigentlich ganz gut getan, ab nächster Woche geht es dann wieder los. Vielleicht sollte ich mir wenigstens einen Rahmenplan zusammenstellen, an den ich mich dann eh nicht halte :oops:
    Jetzt muss ich erst noch mal schnell ins holländisch Buch schauen, das flaggt auch schon seit Juli in der Ecke, wie eine indische Kaste, die Unberührbaren.
    Een geweldig mooie avond!
    Stdiut

  • Belanglos

    Belanglos. So ungefähr könnte man den heutigen Tag bezeichnen. Es ist den ganzen Tag nichts aufregendes passiert, ich musste nicht mit wehenden Haaren Notfällen helfen und es lagen keine upgrades oder ähnliches vor. Im Gegenteil ist das Februar Upgrade, wegen dem ich meinen Urlaub jetzt schon planen musste, verschoben worden. Unbestimmt. Weil die User die angebotenen Schulungen nicht erwartungsgemäss annehmen und einfach weiter arbeiten wie bisher und somit den nicht den gesamten Benefit der neuen Software nutzen. Da kann wohl einer die Welt nicht verstehen und kapiert nicht, dass manche Leute auch gar nicht alles nutzen wollen. In Puncto Kalender bin ich zum Beispiel ein Software Verweigerer. Ich trage alles in meinen Papier Kalender ein. Obwohl ich tatsächlich mal die Flugtermine vom Januar in meinen Kalender im Dienst übernommen habe. Aber ich kenne mich, da ich da sowieso nicht hingucke, nehme ich bei der nächsten Gelegenheit wieder den Kameraden aus Papier. Na und wohin fliege ich, richtig in meine Lieblingsstadt Berlin. Aber von dort geht es zu einem Lauf. Irgendwie musste ich das Thema doch jetzt noch retten, oder?
    Stdiut

  • Der Tag nach dem Tag der danach kam

    Das ist der erste Arbeitstag. Habe mich hergeschleppt, die Heizung sehr hoch gestellt und hoffe, dass das Deo nicht versagt. Aber auf Kälte habe ich überhaupt keinen Bock. Das wird dann wohl ein sehr ruhiges Wochenende das Laufen betreffend. Man soll sich ja nicht sofort wieder auf die volle Leistung schmeissen. Die Sonne scheint ja schon wieder, allerdings soll es am Sonntag wieder regnen. Also wie ihr seht, bin ich zur Zeit noch hin und hergerissen zwischen darf ich und soll ich und wann kann ich endlich wieder. Aber was solls, kommt Zeit, kommt Rat.
    Stdiut

  • Schlagartig verstummt

    Man Oh Man mich hat es am Montag einfach aus den Socken gehauen. Konnte noch den ganzen Tag arbeiten - welch Freude für den Arbeitgeber - habe mich aber dann mal superpünktlich verdrückt, weil es eh schon so komisch in mir rumorte und dann, kaum zu Hause angekommen, ging es auch schon los. Zwar immer schön geordnet, hatte ich auch schon nicht so koordiniert diese Durchfall - Kotz - Attacken, aber doch total lästig. Habe dann gestern noch den ganzen Tag im Bett gelegen und mit allen möglichen Medikamenten experimentiert. Am wichtigsten war allerdings Buscupan, da schwöre ich drauf. Ausserdem macht es schön müde. Heute scheint es schlagartig besser zu gehen. War dann wohl sicher ein Norovirus. Das ist meist nach zwei Tagen überstanden. Das heisst für die Woche dann wohl eher mal schonen und nicht laufen.
    Beim Arzt war ich deswegen nicht extra, aber Schweinegrippe hat ja wohl andere Symptome.
    Stdiut

  • Sonntag Lauf in München

    Der heutige Lauf war so ein perfekter, den man oder Mann leider zu selten zu sehen bekommt. Das Wetter war wunderschön, besser als der Wetterbericht weisgesagt hatte, das Herbstlaub stand herrlich im Sonnenlicht und liess die wärmenden Sonnenstrahlen durchschimmern. Ich lief heute ganz langsam und traf ein russisches Paar, ein englisch redendes Paar, dann endlich deutsche Dialekte, einmal preussisch dann bayerisch. Ein schwules Paar hielt verliebt Händchen, ein junger Mann schob einen Kinderwagen vor sich her und redete Babysprache. Dann ältere Damen, die den ganzen Weg versperrten und denen ich charmant ausweichen musste, ein Nordic Schlenderer in feinstem Sonntagsstaat, wohl eher nicht aus sporlichen Gründen unterwegs. Dann nach 10km nach der flachen Strecke tauchte ich in die hügelige Rückrunde ein, hier kamen mir von Temporausch strahlende Mountain Biker entgegen, aber auch ganze Familien mit ihren Vierbeinern. Dann wieder an der flachen Isar angekommen und etwas abseits der Wege laufend, das Wunder - ein Mountain Biker lächelte mich an, als ich ihm Platz machte, da er so ein wenig wackelig aussah. Schöner hätte der Lauf gar nicht sein können. Es gibt sie alle doch, die toleranten und friedfertigen Menschen. Wenn wir doch nur jeden Sonntag so schönes Wetter hätten.
    Stdiut

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