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  • Funkstille

    Warum die lange Funkstille? Ich war auf einem Training, das von Sonntag vorletzter Woche bis Samstag letzter Woche ging. Leider aber kein Training für die Beine, sondern für das Hirn. ITIL Expert, falls das jemandem etwas sagt. Ich musste soviel lernen, dass mir der Kopf qualmte und ich nicht in der Lage war noch etwas zu tippen bzw. niederzuschreiben. Trotzdem kam ich aber insgesamt während des Trainings dreimal dazu einen Lauf zu absolvieren. Immer rund um die Golfanlage des Hotels in Donaueschingen, in dem wir untergebracht waren. Sogar entlang eines markierten Joggingpfades. Es wurde zwar von mal zu mal heisser und es war auch ganz schön hügelig, aber doch eine schöne Ablenkung von der Kopfarbeit. Mitstreiter waren die kleine Elisabeth, die mir immer entgegen kam, da sie genau andersrum lief und einmal mein Trainer Marcus, den ich überholen konnte. Somit 3x immer so 10,4km absolviert.
    Am Sonntag dann wieder zu Hause in München, ging es wieder auf einen kurzen Lauf. Genau zwischen den Wetterextremen zuviel Sonne und Dauerregen machte ich eine 10km Südrunde. Wobei ich dann gleich noch den Punkt, einmal pro Jahr unter 50 Minuten auf 10km abhaken konnte. Ab dieser Woche wird es dann langsam wieder in einen normalen Laufalltag zurück kehren heissen.
    Trotzdem bin ich sehr stolz, jetzt den Titel ITIL Expert tragen zu dürfen.
    Stdiut

  • Triple, Double oder was Teil II

    Nach dem Zieleinlauf wurde noch ein Foto geschossen und dann schlurfte ich mit meiner Tasche aus dem Bus zum duschen in die Halle. Wobei ich erst noch ordentlich futterte und trank, denn mit vollem Magen läuft es sich ätzend und so hatte die Nahrung Zeit verdaut zu werden. Nach der Dusche war immer noch etwas Zeit auszuruhen. Meine Uhr wurde an den Akku angeschlossen, denn es sollte ja noch ein wenig dauern, bis ins endgültige Ziel. Dann ging es wieder zum Bus zurück, welcher uns wieder zum Start fuhr. Dieser war diesmal nicht 8 sondern nur 2km entfernt, aber man muss ja auch nicht übertreiben. Am Start standen alle nervös zappelnd und dann zählte Holger, unser Organisator, auch schon wieder bis Null herunter und los ging es. Inzwischen brannte die Sonne ziemlich gnadenlos und es war warm. Es wehte ein Wind, der wenn er mal frisch war von vorn kam, leider nicht hilfreich. Das Anlaufen fiel allen schwer, die ersten Meter lief es sich wie auf Eiern. Aber dann gewöhnten die Beine sich wieder daran. Michael lief in seinem witzigen Trippelschritt schon wieder auf und davon. Ich liebe seinen Laufstil. :>> Mir gingen ein paar Gespräche auf den Keks, ich habe es ja lieber ruhiger, also versuchte ich mich abzusetzen, was auch relativ gut gelang. Kurz nach Blijham liefen wir dann über die Grenze. Ich muss zugeben, ich habe es wieder mal nicht bemerkt. Erst als an einem Haus eine riesige Deutschlandfahne prangte, wurde es mir klar. Die Gegend war wieder flach und es gab keine so lang gezogenen Orte mehr. Eher alles grün und weit. Auch Wälder gibt es auf deutscher Seite mehr. Wir wurden auf der Strecke auch immer wieder von Radfahrern begleitet, die uns versorgten, mal fragten wie es uns geht, uns aufmunterten und immer aufpassten, das niemand verloren geht. Danke mal an dieser Stelle. Auch unsere Versorger an den Punkten waren fleissig für uns. Es waren sogar ein paar mal Extra Punkte eingerichtet, wegen der starken Hitze. An einem Punkt stand sogar mal nur eine Kiste mit Getränken, mangels Becher musste man halt die Pulle ansetzen, aber bei der Hitze auch egal. Die Läuferschlange war auf den langen Geraden immer gut zu sehen. Wie Gänse auf einem Marsch. An anderen Punkten fühlte man sich ziemlich allein, weil niemand mehr zu sehen war. Für mich kam dann die böse Überraschung bei Kilometer 25 glaube ich etwa. Denn plötzlich zuckte meine Wade. Mein Knie hat dagegen super gehalten. Zuckende Wade geht immer kurz vor Krampf und das hiess nichts anderes als Gehen, Tempo raus und wieder Laufen. Das machte ich dann im Wechsel. Mal konnte ich 2 Kilometer laufen, dann ging ich wieder einen Kilometer und danach gingen auch mal 4 oder 5km Aber das Bein beruhigte sich nicht. Im Gegenteil, die wade wurde immer härter. Also fasste ich unter dem Wandern einen Entschluss. Komme ich ins Ziel des 2. Marathon unter 5 Stunden, starte ich zum dritten. Wenn nicht, dann eben nicht. Jetzt ging es über die Ems und eine lange Brücke. Papenburg wurde durchquert und ein Waldstück. Nicht nur ich quälte mich rechtschaffen, auch andere mussten Gehen oder hatten Probleme. Grösster Schock am VP 30km. da stand Michael und kam nicht weiter. Sein Kreislauf zwang ihn aufzuhören. Gott sei Dank waren auch Sanitäter immer in unserer Nähe. Ich beschloss aber, wenigstens diesen zweiten Marathon noch zu Ende zu machen. Stück für Stück näherte ich mich Esterwegen. Das kurz aufkommende Regenwetter war leider viel zu kurz, um uns zu erfrischen. Dann endlich Esterwegen. Zwar ging es kurz vor dem Ziel noch einmal bergauf, aber das war egal. Ich überquerte die Ziellinie nach 05:20:48h und war sehr froh. Da ich deutlich über 5 Stunden lag, stand mein Entschluss fest. Den dritten Marathon, trete ich sicher nicht mehr an. Ich hatte für diesen zweiten Marathon etwa so lange gebraucht, wie vor zwei Jahren für den dritten. Auch wenn ich enttäuscht war, den dritten Armreifen nicht überstreifen zu können, so überwog doch die Vernunft. Ich hätte ja mindestens die Hälfte gehen müssen. Auch wenn das Zeitlimit bei 7 Stunden lag eher unvernünftig. Also Abschluss nach zwei Marathons, Double statt Triple.
    Stdiut

  • Triple, Double oder was Teil I

    Am Freitag flog ich nach Bremen, von dort mit der Bahn nach Oldenburg und das letzte Stück von Oldenburg nach Wardenburg im Bus. Der Bus ohne Klimaanlage war ordentlich überhitzt. Ein junger Mann, der ausstieg meinte, jetzt weiss ich endlich, wie sich so ein Steak auf dem Grill fühlt.
    In Wardenburg angekommen, ging es zu Fuss zum Parkplatz an der Grundschule, wo ich nicht der erste war, der auf die Abfahrt des Busses nach Eelde wartete, um dort in der Turnhalle zu übernachten und den langen Rückweg laufend anzutreten.
    So nach und nach wurd es voller, es gab Getränke und Nudeln und es wurde sich ausgetauscht. Ein paar bekannte Gesichter waren ja da. So viele Ultra Läufer gibt es scheinbar doch nicht.
    Ziemlich pünktlich ging es los mit dem Bus. Unterwegs hörten wir das Spiel Deutschland gegen Frankreich über Radio, die letzten 15 Minuten auf holländisch. Der deutsche Sender brach weg in der Nähe von Groningen. In Eelde in der Turnhalle angekommen, wurden Matten belegt, Matratzen aufgeblasen oder aufgepumpt, Schlafsäcke ausgerollt, Isomatten gepustet, kurzum das Quartier für die Nacht wurde bezogen. Es gab noch kleine Imbisse und Getränke wurden ebenfalls gegen einen geringen Obulus angeboten. In diesem Jahr wurde gegen 22:00 Uhr das Lich gedimmt, also wesentlich früher als zwei Jahre zuvor. Dank meiner neuen Ohrstöpsel schlief ich auch relativ gut, auch wenn mir morgens der Rücken etwas weh tat, denn zu Hause schlafe ich nicht so flach. Um 03:00 Uhr war dann wecken, das Licht ging an und alle bereitetn sich vor. Ausserdem wurde ein Frühstück serviert. Die Semmeln und das Brot waren die weichsten, die ich bisher in meinem Leben bekommen habe. Besonders seit ich Vollkorn esse, ganz schön ungewohnt. Auf Kaffee verzichtete ich. Die Luft in der Halle und die draussen unterschieden sich nicht wirklich voneinander. Drinnen war es dampfig von den vielen Läufern, aber draussen hatte es geregnet und es war warm, so dass eine tropisch feuchte Luft vorherrschte. Ausserdem wurden wir von vielen kleinen Mücken angegriffen. Die Biester waren echt winzig aber blutrünstig. Dann kam der Bus, der uns zur Startaufstellung brachte und schon ging es los auf den ersten Marathon von Eelde nach Blijham. Erst noch in der Dämmerung, aber schon nach kurzer Zeit war es hell. Die Strecke war wieder bestens markiert mit blauen Pfeilen. Da diesmal kein Regen fiel, war es relativ schwer sich zu verlaufen, gute Arbeit. Die ersten 10km waren schnell geschafft und da war auch schon der erste Versorgungspunkt. Ab hier ging es erst einmal ins Grüne und flach entlang grüner Wiesen und Äcker. Nur bei Kilometer 15 gab es mal einen Schreck, dann da hatte ein Bauer wohl so eine Art Selbstschussanlage gegen Vögel aufgebaut. Aber im ersten Moment dachte ich echt, schmeiss Dich auf die Erde, hier wird geschossen. Michael, mein Hauptgesprächspartner auf dem Parkplatz tags zuvor und mein Nachbar im Bus, war nur noch als kleiner blauer Punkt in weiter Ferne zu sehen, aber er hatte auch was ganz anderes vor als ich, zeitlich. Man hatte ja wieder pro Marathon ein Zeitlimit, in dem man ankommen musste, um bei dem nächsten Marathon wieder starten zu dürfen. Jetzt ging es weiter über kleine Brücken und Kanäle, an einer Windmühle vorbei und an schmucken Vorgärten. Dann von Kilometer 31 bis Kilometer 38 eine einzige nicht enden wollende Ortschaft. Die fand ich schon vor 2 Jahren ätzend, aber danach war es ja nicht mehr weit zum Ziel. Ich grüsste alle Holländer mit Hooi = Hallo und alle grüssten tatsächlich zurück. Dann nach einem kurzen Stück entlang der Landstrasse und nach einem runden Kreisverkehr, Blijham. Zwar hatte ich den Einlauf anders in Erinnerung, aber den Platz, wo der Bus parkte hatte ich noch richtig im Hirn. Ich zückte meine kleine Action Cam und überquerte die Zielgerade in 04:23:17h als 13. männlicher Läufer.

  • Triple Marathon Video

    Streng nach Dogma Regeln gedrehtes Video vom Triple Marathon , viel Spass.
    Video taped at Triple Marathon, Enjoy it!!
    http://youtu.be/8kSyxUGX7ig

  • Tapering anders

    Diesmal habe ich kein Turbotapering betrieben, sondern doch noch ein paar kleine Läufe gemacht. Am Sonntag nach dem Zugspitztrail ging es auf schattigen Wegen und mit Mütze auf Tour. Ich hatte mir den Hochleiten Kurs auserkoren und es ging 15:15 Uhr los. Unterwegs kreuzte sich mein Weg mit Nachbar Nico, als ich vor der Grosshesseloher Brücke schon gewendet hatte. Erst dachte ich noch, was machst jetzt, zumal er auch weiter gelaufen war, aber dann drehte ich um, sonst schaffen wir es nie uns zu treffen. Also lief ich wieder Richtung Grosshesseloher Brücke und da er Wasser aus dem Brunnen geschlürft hatte, hatte ich ihn schnell ein. Er lief dann über die Eisenbahnbrücke mit mir und wir drehten am Hochufer um und liefen retour. Er hatte ordentlich Giesinger Neuigkeiten für mich, wir sollten wirklich öfter zusammen laufen. Am Ende hat er mich ordentlich gehetzt, wir hatten ordentlich speed drauf und statt der geplanten 10km hatte ich dann 13,6km absolviert.
    Am Dienstag dem 24.06. lief ich dann erst spät los. Nach dem Abendessen. Ist zwar nicht meine Lieblingszeit, aber eigentlich nur, weil der Magen voll ist. Es lief aber gut, ich machte eine Südrunde am Flaucher vorbei, dann Hinterbrühler See und da über die kleine Brücke. und wieder Richtung Norden. Dann am Tierpark vorbei und da entdeckte ich einen süssen Hasen, den ich unbedingt von vorn sehen musste. Somit beschleunigte ich ziemlich und lief die zweiten 5km in einem Schnitt von 5:10 min/km. (Kilometer 8 in 4:47 und Kilometer 9 in 4:59). :>> Hat sich aber echt gelohnt der Anblick. Gesamt dann 10,76km in 56:54min = 5:16 min/km.
    Am Freitag hatte ich dann Urlaub und arbeitete Arztbesuche ab, mit dem Rad natürlich. Nachdem ich dann bei der Radiologie erfahren hatte, dass mein Knie völlig in Ordnung ist, radelte ich nach Hause, zog mich um und lief los. Einfach Richtung Süden Pullach, um etwas mittleres zu machen. Ich lief 10km ziemlich schnell und wollte dann Tempo rausnehmen, nach der Wende kurz vor dem Brückenwirt. Das abbremsen fiel mir aber ziemlich schwer. Die 5km Splits waren 27:10min / 26:24min / 27:38min und 28:05min. Gesamt dann 20,15km in 01:50:09h und ein Schnitt von immer noch 5:28min/km. So schnell wollte ich eigentlich gar nicht, aber egal. Somit habe ich jetzt für diesen Monat 300,83 Trainingskilometer stehen.
    Am Samstag bin ich dann nur ein wenig zu den Treffen geradelt, die ich hatte und am Sonntag ging es mit dem Rad ins Fitnessstudio. Besonders hart ist es immer den Drumberg rauf mit dem Rad. Dort machte ich heute Krafttraining und dann noch eine Stunde Spinning, Maxpower heisst der Cyber Kurs mir Cyber Hannes als Vorstrampler, habe mich ordentlich verausgabt, wie es sich gehört und ordentlich geschwitzt. Eine einigermassen sportliche Woche war das.
    Stdiut

  • Zugspitz Ultratrail

    Hier ein paar Impressionen vom Zugspitz Ultratrail, wo ich meinen Kumpel @joggah (twitter) begleitet habe. Gott sei Dank musste ich da nicht laufen. Hab mir aber dafür mächtig das Hirn verbrannt auf der Hämmermoosalm.
    http://youtu.be/VXuISaGvDgU
    Stdiut

  • Nach Innsbruck

    Zu lange sollte man ja nicht Pause machen und nachdem mein Knie so super gehalten hatte, ging es gleich am Sonntag, also nach zwei Tagen ohne Lauf, wieder auf die Piste. Es gab zwar auch einen Olympiabergziegen Lauf, aber ich wollte ausschlafen und nicht ganz so flott. Also startete ich gegen 13:45 Uhr und lief schon nach etwa 4km in das Vorderrad von einem Bekannten, der gerade mit dem Mountain Bike unterwegs war. nach fast 15 Minuten Talk ging es dann weiter Richtung Brückenwirt und ich wendete kurz davor, denn ich wollte nur 20 Kilometer ohne allzuviel Steigung machen. Mit 20km in 01:57h war ich denn auch zufrieden. Ohne Gepäck läuft es sich doch leichter.
    Dann folgten 3 Tage Pause. Erst am Donnerstag, also dem Feiertag in Bayern, ging es auf eine kurze etwas flottere Runde. Die 10km in 51 Minuten, Gesamt 11,24km in 58:44min. Es ging entlang des Asam Schlössl's allerdings muss man da neuerdings immer durch einen Zaun schlüpfen, ätzend.
    Am Freitag begleitete ich schliesslich einen Kumpel, den Twitter @joggah nach Grainau und schickte ihn am Samstag 07:15 Uhr auf die 100km des Zugspitz Ultratrail. Ich selbst nutzte den frühen Morgen für einen Lauf. 11,02km durch die frische Luft des Zugspitz Dorfes, entlang eines Radweges nach Garmisch und retour. Ich wollte nicht allzuviel tun, denn schliesslich musste ich selbst als Begleiter noch ein wenig kraxeln und wandern. Danach gönnte ich mir noch ein Nickerchen bevor ich die verabredeten Treffpunkte suchte.
    Aber das ist eine andere Geschichte :yes:

  • München - Innsbruck in 4 Tagen - Tag 4

    Tag 4 begann wieder etwas später. Beim Frühstück erhielt ich von dem netten Gastgeber noch den letzten Wetterbericht, dass die Gewitter eher in Osttirol aufkommen würden und ich somit unbehelligt bis Innsbruck kommen würde. Was denn auch so war, um es vorweg zu nehmen. Es war wieder ein sehr heisser Tag, jetzt unterwegs auf dem Inn Radweg. Nur die Passagen direkt entlang des Inn brachten etwas Abkühlung. Ich lief ab Hotel runter zum Inn und von dort war der Inn Radweg bestens ausgeschildert. Besser als der Tyrolensis. Trotzdem war diese letzte Etappe relativ unspektakulär, denn es verläuft relativ eben und ist mal näher und mal weiter vom Inn entfernt. Es ging vorbei an der Kristallwelt Svarowski in Wattens, wo ich zwar nicht einkehrte, aber den Kiosk zur Rast nutzte. Etwas blöd von mir, denn dort war es relativ teuer und ich musste vom Radweg weg laufen, während ungefähr 1km weiter ein Supermarkt kreuzte. Na egal, ab hier ging es dann weiter und am Städtchen Hall vorbei. Immer wieder einmal den Inn überquerend über kleine Holzbrücken. Heute waren auch viele Radler unterwegs, die mir allerdings eher entgen kamen, also Richtung Deutschland oder Kufstein. Dann endlich Innsbruck selbst. Ich lief durch einen Park, dann aber eine Sperrung und schon hatte ich die Richtung verloren. Ich hatte mir 38km ausgerechnet, mit kleinen Umwegen etwas mehr, aber leider war dem dann nicht so. Ich fragte dann einen jungen Mann, der gerade aus einem Auto ausstieg. Und der erklärte mir netterweise, wie es am besten Richtung Innenstadt ging. Er schickte mich auf die Haller Strasse, wo ich doch tatsächlich die Ausschilderung des Inn Radweges wieder traf. Cool, danke unbekannter Kumpel! Ich lief noch bis Kilomter 40, dann allerdings hatte ich irgendwie die Schnauze voll und marschierte den Rest. Durch einen grossen Park gelangte ich schliesslich zu einer Tourismus Info und erfragte den Weg zum Hotel. Okay ich bin keine guter Pfadfinder. Am Hotel angekommen, hatte ich schliesslich 45km in den Beinen und gönnte mir zuallererst ein alkoholfreies Bier. Dann aufs Zimmer und eine heisse Dusche. Das Hotel lag nicht weit von der Innenstadt, aber hatte weder Charme noch eine moderne Einrichtung. Leider, das Haus hätte mehr hergegeben. Nach der Dusche marschierte ich zum Bahnhof und kaufte mir das Ticket, um am nächsten Tag mit der Bahn zurück zu fahren. Vier Tage Hitzeschlacht waren einfach genug. Danach ging es die etwa 2km zurück in die Innenstadt, wo ich bei leckerem Essen den Abend ausklingen liess. Natürlich marschierte ich auch noch zum Goldenen Dachl, wenn schon, denn schon. Innsbruck hat mir im historischen Kern sehr gut gefallen. Das Public Viewing hat allerdings den Charakter der Altstadt etwas verschandelt. Abends im Hotel dann noch einmal Resümee. Vier Etappen, Gesamt etwa 170km. Schwerste Etappe die Erste wegen der tropischen Hitze, anstrengendste Etappe sportlich die Dritte, mit über 900 Höhenmetern aufwärts und über 1000 abwärts und der längsten Distanz. Hat es sich gelohnt, jawohl. Hat es Spass gemacht, und wie. Danke an die Jungs, die evtl. mitlaufen wollten, aber ich muss sagen, so ganz allein hatte es auch was. Das Tempo musste nicht angepasst werden und ich konnte leiden und jammern, soviel ich wollte. :-)
    Stdiut

  • München - Innsbruck in 4 Tagen - Tag 3

    Am Tag 3 wollte ich auf alle Fälle eher los laufen, denn für den Nachmittag waren heftige Gewitter angesagt. Also hob ich meinen faulen Hintern trotz unruhiger und schlecht geschlafener Nacht eher aus dem Himmelbett und frühstückte und macht mich auf den Weg. Es ging vom Hotel zurück zur Brücke und dann entlang des Baches in Richtung Wildbad Kreuth. Schön verträut durch den Wald. Radführer beschreibt die Abbiegungen etwas verworren, aber wenn man den Radweg Beschilderungen folgt, findet man den Weg gut. In Glashütte überquesrt man die Strasse und kommt an einem Wirtshaus vorbei. Ich hatte zwar gehofft, hier meine erste Rast machen zu können, aber obwohl gerade angeliefert wurde, war das Gasthaus noch geschlossen, obschon es Richtung 11:00 Uhr ging. Na egal dann ging es also ohne Futter auf den Achenpass und immer durch den doch kühlenden Wald. Sehr erholsam nach 2 Tagen brüllender Hitze. Geschwitzt habe ich natürlich trotzdem. Dann kam die Grenze nach Österreich und es ging bergab aus dem Wald heraus. Unten am Grenzübergang ein Kiosk, wo ich rastete und Cola und Wasser zu mir nahm. Der Radführer erwähnte dann, dass man die starke Steigung auch umfahren (laufen) könnte, aber das kam natürlich nicht in Frage. Somit ging es ab Grenze noch einmal ordentlich rauf, bevor ci dann wieder abwärts direkt nach Achenkirch hinein laufen konnte. Wow wow wow. Der Ort selber zog sich dann elend in die Länge und ich machte im Zentrum eine Rast an einem Supermarkt. Es gab ein Radler, einen Iced Espresso, der ewig nicht schmolz und Wasser für die Trinkblase. Dann ging es weiter, endlos durch den Ort, bis ich endlich den Achensee erreichte. Hier ging es einfach schnurstacks immer am See entlang. Schon wie vor ein paar Jahren hatte mein Garmin dann 2x Schwierigkeiten und keinen Empfang, aber er kriegte sich wieder ein. Ich denke das liegt an dem Felsen, der direkt über einem verläuft und auf dem auch die Strasse entlang führt. Dann ging es an Buchau vorbei, wo mir eine alte Dampflok entgegen kam. Nostalgisch. An der Südseite des Achensee's dann Windsurfer, die den doch stark gewordenen Wind nutzten. Der Anblick war herrlich. Im Norden des See's dunkle Wolken, die Luft war trübe geworden und es war sehr windig. So richtig geile Gewitterluft. Dafür hatte ich aber nicht allzuviel Zeit, denn ich wollte ja ankommen. Also ging es weiter Richtung Maurach. Leider nutzte ich aber dann nicht den Radweg über Eben nach Wiesing, um nach Jenbach zu kommen, sondern bog auf die steile Strasse nach unten ab. Dumm von mir, denn es gab weder Rad - noch Fussweg, wodurch ich gezwungen war, immer scharf links zu bleiben und an den engen Stellen durchaus mal stehen bleiben musste, um nicht von einem Auto gerammt zu werden. Gefühlte Stunden später Ortseingang Jenbach. Endlich wieder ein Trottoir auf dem ich sicher voran kam. Ich lief Richtung Zentrum, bis ich endlich die Tankstelle sah, die auch beim MIAU einen Versorgungspunkt für uns hatte. Hier ging es wieder in den Supermarkt. Auf mein "Grüss Gott" kam ein lustiges "Grias Di". Ich kaufte ein Radler und Wasser und fragte nach dem Weg. Denn mein Hotel war nicht in Jenbach, sondern in Buch Rotholz. Es ging aber einfach geradeaus über den Inn, der dreckig und voll aussah und dann noch einmal ein kleines Stück bergan und von dort 2km bis zum Hotel. Im Gegensatz zu deutschen Entfernungsangaben zu Restaurants, stimmte es hier in Tirol auf den Meter. Ich wurde hier beim betreten von einer älteren Dame harsch mit: "Wohnen Sie hier?" begrüsst. Aber nachdem ich sagte, ich hätte reserviert, meinte sie nur: "Mein Sohn ist dahinten." Besagter Sohn empfing mich dann wirklich sehr zuvorkommend, obschon ich wahrscheinlich mehr als Scheisse aussah. Er dachte ich wäre mit dem Rad unterwegs, was ich dann aber nicht bestätigen konnte. Ich wurde sogar auf mein Zimmer geleitet und bekam mein Zusatz Kopfkissen. Nach einer heissen Dusche dann Zusammenfassung. Das war die längste Etappe mit über 48km und auch die mit den meisten Höhenmetern. Gut, dass ich eher losgelaufen war, denn ich brauchte ja auch länger heute. Abends gab es dann eine Brühe mit knackigem Gemüse und echtem Rindfleisch drin. Genial. Auch der empfohlene Wein konnte sich sehen lassen. Der Blick aus dem Fenster ging auf einen sehr gepflegten Garten. Auch sonst ein schöner Blick auf Berge und Tal. Falls jemand mal einen guten Service erleben möchte, hier der Link.
    http://www.esterhammer.at/
    Die Einrichtung ist zwar nicht die Neueste, aber wer so alte Gemäuer mag, wird voll auf seine Kosten kommen. Einiger Kritik Punkt, die Kellnerin zog an der E Zigarette im Gastraum. Aber das ist eher meckern auf hohem Niveau. Und das Zimmer war sehr preiswert.
    In der Nacht kam dann das Gewitter und rauschte mächtig runter. Ich war froh nicht da rein geraten zu sein. Um 04:30 Uhr weckte mich zwar dann mal ein lebenslustiger Tschiepmatz, aber ich döste dann wieder weg.
    Stdiut

  • München - Innsbruck in 4 Tagen - Tag 2

    Der zweite Tag begann ausgeruht und mit einem herzhaften Frühstück. Das Gasthaus hatte zwar nur 8 Zimmer, trotzdem stand auf jedem Tisch, wer wo zu sitzen hatte. Streng organisiert. Ich filmte noch kurz das Hotel, um dann wenig später festzustellen, dass die Action Cam leider nicht mehr aufnahm. Zu Hause hat es dann aber wieder funktioniert, also keine Ahnung auf welchen Knopf ich gekommen war, die Live Doku hat jedenfalls nicht geklappt. Ab Föchingen ging es zurück nach Holzkirchen und auf den Radweg. Wie gesagt waren es gerade mal 2 Kilometer ab Hotel, um wieder auf den richtigen Pfad zu gelangen. In Holzkirchen widersprachen sich Routenbuch und Wegkennzeichnung etwas, aber gleich nach dem Ort waren die Zeichen wieder da. Vorbei an einem Gestüt ging es über Wiesen und Felder Richtung Tegernsee. Die Landschaft war heute interessanter und die Wege boten mehr fürs Auge. Hatte ich mal ein Zeichen übersehen, so orientierte ich mich heute an den Radlern, denn die waren ja auf der gleichen Route unterwegs. Einzig an einer einsamen Kapelle an der Strasse habe ich tatsächlich mal ein Routenzeichen vermisst, aber okay die andere Richtung war halt Landstrasse. Auch die Ortsnamen waren hilfreich, Oberwarngau, Reitham, Bernloh nach Gmund. Vorbei an einer Papierfabrik, die wohl auch als Ausflugsziel dient, kam ich nach Gmund. Hier kann man sich entscheiden entweder West oder Ostroute. Ich nahm die Ostroute, da sie etwas kürzer war. Es ging mitten durch Ortschaften und immer auf einem Radweg entlang der Strasse. Die Strasse hatte zwischendurch mit einem Riesenstau zu kämpfen, so dass ich schneller war, als die Autos. Am Ende des See's machte ich dann erst einmal wieder 500m mindestens in die falsche Richtung. Dann kramte ich die Karte raus und kam wieder auf den richtigen Pfad. In einem Supermarkt kaufte ich Wasser und kalte Getränke. Dann nach der Pause ging es weiter nach Rottach Egern und von dort durch den Wald nach Kreuth. Hier kommt man an einem Parkplatz raus und dann rechts über eine Brücke sah ich schon meine heutige Unterkunft "Zur Post". Zwar waren es heute nur 37km aber es reichte mir trotzdem. Es war die entspannste Runde der Serie, das sei schon mal verraten. Ich checkte ein und musste erst einmal erfahren, WiFi nur in der Lobby. Die Dame an der Rezeption erklärte mir, dies läge an Sendemasten im Ort. Da ich nicht viel Lust hatte, es ihr genauer zu erklären, liess ich sie in dem Glauben. Das Zimmer hatte Balkon, was gut war um die durschwitzen Sachen mal ordentlich zu trocknen. Nach einer Dusche ging ich kurz in den Ort, aber nicht lange. Dann ging es abends zum Essen. Ich bestellte mir Pfifferlinge, ein folgenschwerer Fehler, denn ich lag die halbe Nacht wach mit plätscherndem Magen. Zudem war es auch lästig, dass einige Gäste nach 22 Uhr den Tischfussball Kicker entdeckt hatten, der sich vor den Konferenz Räumen befand und Beschallung in alle Zimmer bot. Nach einem Anruf bei der Rezeption konnten die Chaoten aber gestoppt werden. Somit waren sowohl die Nacht, als auch die Strecke die kürzesten des Laufes von München nach Innsbruck.

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