szmmctag
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  • Wer rostet

    Am Samstag und Sonntag wurde das Training fortgesetzt. Am Samstag, nachdem mein Freund und ich neue Lampen in einem Möbelhaus erstanden hatten und wir somit nur noch einen Elektriker brauchen B), ging es erst um 16:45 Uhr auf die Runde. Tempotraining war angesagt. Also erst warm laufen, dann 5x 500m in einer Pace zw. 02:04min bis 02:08min und dann noch die 10km voll laufen. Diese Tempodinger sind nicht mein Lieblingsgericht auf der Karte, aber ab und an müssen die auch mal sein.
    Heute am Sonntag dann Start 14:15 Uhr nach einem leichten Frühstück. Diesmal mit Musik und geplante 20km. Strecke relativ verrückt. Erst nördlich bis Fraunhofer Strasse, dann südlich Links der Isar, immer geradeaus am Asam Schlössl vorbei, dann an dem Kiosk Grosshesseloher auf den Trail, dann hoch zur Waldwirtschaft und wieder nördlich am Tennisplatz vorbei, a bisserl bergan halt. Dann über die Grosshesseloher Brücke und auf die Hochleite, aber kurz danach wieder runter zur Isar und dann Richtung Brudermühlbrücke. Noch ein paar Schlenker in den Isarauen und zurück über den Candidplatz nach Hause. Sieht gut aus, zumal es fast keine Überschneidungen gab. Ich mag hin und zurück nur selten. Meine Muskeln spürten heute schon langsam die Strapazen, nach zwei harten Trainings und immerhin 56km in drei Tagen. Es waren heute erstaunlich wenig Läufer unterwegs. Da waren es am Samstag im Regen mehr. Die Bekleidungsfragen wurden heute auch sehr unterschiedlich gelöst, von dicke Mütze und lang, bis nackter Oberkörper war alles dabei. Wobei ich bei dem Oberkörper noch nicht sicher bin, ob der Schweissgeruch von den Ziegen im Tierpark kam, oder eben nicht. ;D . Egal, der frischen Luft gab es genug.
    Und wer mag kann sich noch einmal dem Mümmelmann zu Gemüte führen, der passt soooo gut zu Ostern.
    http://stdiut.blog.de/2008/11/28/muemmelmann-5126614/ (aus Laufverse 978-3837089684)

    Stdiut
    Ostersonntag

  • Kalte Hände, warmer Kopf

    Am Dienstag ging es auf eine 10km Runde. Da ich wieder mal Abwechslung brauchte, lief ich diesmal ganz kreuz und queer, aber in meiner Gegend. Zuerst die Isarauen hinter zum Tierpark, hätte fast Lauffreundin Andrea zuwinken können, ihr Balkon geht da raus. Von da hoch auf den Damm und hinter bis Marienklause und dann über die Brücke auf den Mittelteil des Isar Kanals. Dann auf die Holzbrücke und Rechts der Isar ganz normal den Damm bis Brudermühlbrücke, dort auf den Radweg und erst bei der Eisenbahnbrücke wieder hoch auf den Damm und noch bis zum Schyrenstadion. Von dort dann nur noch Wende und heim. Sieht schön kringelig beim Garmin. 10km in 54:11min.
    Mittwoch war in dann mit Lauffreundin Andrea tatsächlich beim Essen, in der Österia.
    Heute am Freitag hatte ich mir 20km vorgenommen. Es war Regen am Nachmittag angesagt, aber ich kam einfach nicht aus dem Bett. Also Start in den Regen ohne Frühstück. Diesmal eine Nordrunde. Da es gleich am Anfang regnete, zog ich meinen neuen Buff auf den Schädel, war eine gute Idee, hatte keine Nässe am Kopf, nur wenn es stark regnete kalte Hände. Da es heute aber so super lief, beschloss ich auf 25km zu erhöhen. Also ging es ab St. Emeram noch weiter in Richtung Unterföhring, wo ich wohl dann auch schon fast war, laut Google Earth. Eigentlich wollte ich denn den dritten und vierten 5km Split langsamer laufen, aber es lief noch so gut. Bei Kilometer 20 spürte ich dann die Fettverbrennung, denn die Atmung änderte sich und es fiel etwas schwerer. Leider war aber gerade ein ganz süsser Hase aufgetaucht und somit lief ich nicht langsamer, sondern schneller. Ich musste zwar abreissen lassen, denn 5:15min/km oder schneller konnte ich nicht mehr, aber ich wurde belohnt. Kurz vor der Fussgänger Brücke wendete der Hase und ich konnte den Frontanblick noch voll geniessen, hat sich gelohnt. :>> Ab da lief ich aber dann wirklich ruhiger, war ja schon am Müllerschen Volksbad vorbei, das ist schon Heimatluft, das kennt mein Körper als austrudeln. Die 25km hatte ich in 02:09:17h fertig. Dann liess ich noch eine Runde um den Häuserblock austrudeln. Gesamt also 26,17km in 2:15:54h Schnitt von 5:12min / km oder 11,6km/h. Danach hatte ich mir ein alkoholfreies Weissbier und viel Ruhe verdient. Schliesslich ist Feiertag.
    Stdiut

  • Ich lauf so Scheisse, wie ich will

    Am Sonntag gepennt bis um 12:30 Uhr und dann so 14:30 endlich mal in die Puschen gekommen. Ich werde immer schlimmer auf meine alten Tage. Wetter herrlich, konnte ganz in kurz laufen. Runde erst nördlich und dann wieder südlich bis zur Grünwalder Brücke. Dort erst einmal ein alkoholfreies Weissbier am kleinen Brückenwirt und mal unter der Brücke weiter südlich gelaufen. Aber nicht weit gekommen, der Weg war mir einfach zu sandig. Also Richtung Norden weiter und dort am 7km Punkt des Laufweges auf den Trail gebogen und eine Runde gedreht. Und unglaublich aber glaubt es, der Wald ernährt mich. Also genau genommen lagen dort ein Corny Riegel und eine Laufflasche auf dem Weg. Genau genommen wohl was für Radler von bikeavenue.de gefüllt mit ISO. Ich habe den Riegel inspiziert, Verfallsdatum 12/2014 und von der Flasche den Deckel abgedreht, sicherheitshalber obwohl sie noch voll aussah, aber ich wollte keinen Herpes riskieren und das ISO in mich geschüttet. Armer Mountain Biker, der beides verloren hatte, aber vielen Dank an Dich. Mir ging es danach tatsächlich besser, hatte wohl etwas zu wenig gefrühstückt. Den Rest habe ich weggeschüttet und die Flasche eingesteckt. Und keine Angst, ich habe erst noch 5 Minuten da gewartet und habe die Flasche auch ganz offen vor mir her getragen, aber es kam niemand zurück. Also die Flasche könnte ich immer noch zurück geben, bin ja ein ehrlicher Finder. Und wenn sich jetzt alle angewidert abwenden, Pfff, mir hat es geholfen und ungwöhnliche Umstände rechtfertigen ungwöhnliche Massnahmen. Tatsächlich waren denn auch die letzten 5km die schnellsten, Schnitt 5:47 min/km. An der Brudermühlbrücke angekommen, ging es nochmal einen Kilometer Richtung Norden bis zum Schyrenstadion und dann endlich Retour. 30,09km in 03:01:35h. Woche: 61,66km. Mir hat es diese Woche echt gelangt und der Sonntag war furchtbar anstrengend. Aber wenn es nicht weh tut, war es ja auch kein Training, oder?
    Stdiut

  • Versprechen gehalten

    Ich war jetzt also tatsächlich an allen Tagen mit dem Buchstaben O laufen. Wobei ich Montag dachte, ich stehe und komme gar nicht vorwärts. Wie Blei an den Füssen. Das war eine etwas abgewandelte Asam Schlössl Runde. Am Donnerstag dann einfach eine geradeaus und zurück Runde entlang der Isar fast bis zur Grosshesseloher Brücke. Da hätte ich fast um 17:45 Uhr loslaufen können, aber leider hat der Garmin 15 Minuten gebraucht, um ein Signal zu kriegen. Und dann noch gefragt, ob ich mehre 100km gereist war. Nein lieber Garmin, war ich nicht. Ich laufe immer am Jakob Gelb Platz los. Es hat dann auch noch leicht geregnet und ich war ohne Mütze unterwegs. Nur um Euch mal zu beweisen, dass ich auch bei Regen laufe (lieber Henrik) ;D Heute am Samstag, äh Verzeihung, Sonnabend ging es um 12 Uhr mit noch leerem Magen auf die Strecke. Ja ich habe lang geschlafen und ich habe es mir verdient. War dann aber auch ein flottes Läufchen, bei Sonnenschein und frischer Luft. Es ging hinter zum Hinterbrühler See und dann an der Isar zurück, wobei ich etwas verdattert war, denn der Weg war eigentlich gesperrt, was mich aber nicht wirklich bremste. Scheinbar bauen sie da am Damm. Morgen weiche ich aus, versprochen. Und obwohl ich insgesamt heute etwas langsamer war, als Donnerstag, waren die zweiten Fünf Kilometer die schnellsten der Woche, 5:05 min/km. Cool auf leeren Magen. Seit Freitag fahre ich auch wieder Rad. Geht ganz gut. Scheinbar hat das Spinning doch was gebracht für das bergauf fahren. Und heute am Samstag Abend war ich dann noch im Fitness, bisschen was für die anderen Muckis machen, sonst werden die eifersüchtig auf die Beine. Morgen ist dann was langes geplant. Bis ich mal wach bin, soll der Regen ja schon wieder aufhören.
    Stdiut

  • Tage mit O

    Diese Woche laufe ich nur an Tagen mit O.
    Montag, Donnerstag, Sonnabend und Sonntag. :>>

    Stdiut

  • Anlaufen nach einer Woche

    Am Samstag musste ich eine Wohnung zur Übergabe putzen, das war mir Sport genug, also ging es erst am Sonntag wieder auf eine Laufrunde. Spontan mal Richtung Norden. Immer geradeaus in Richtung Sankt Emmeram und über gleichnamige Brücke durch den Englischen Garten zurück. Es sind etwas mehr als 10km bis dahin von mir aus. Dachte eigentlich, es sind nur 8km. Aber egal, bei dem Wetter lief es wie von selbst. Die Sonne kam erst später raus, so war es recht angenehm, die paar Tropfen waren kaum der Rede wert. Ab dem Kabelsteg ging es wieder auf die Rechts der Isar Seite und wieder durch die Spaziergänger drängelnd zurück. Die Knochen hielten ganz gut, so eine Woche nach dem anstrengenden Eco Trail. Da hat sich die eine Woche Erholung gelohnt. Also wird ab der neuen Woche wieder ganz normal ins Training eingestiegen. 22,34km in 2:01:05h - Tempo 5:25min/km, für meine Verhältnisse völlig okay für den Sonntagslauf.
    Stdiut

  • Epilog Eco Trail

    Mit einer Woche Abstand nun der Rückblick auf den Lauf. In diesem Jahr erfolgte die Abholung der Startnummern am Freitag auf der Messe oder am Samstag an der alt gewohnten Stelle am Quai Branly. Die Messe ist vielleicht sogar ganz okay, so man mal stöbern möchte. Allerdings fand ich es verwirrend und die Entfernungen dazwischen auch etwas gross. Ist also eher Geschmackssache. Der Lauf selbst war wieder super organisiert, die Helfer waren wirklich nett und es gab genug zu futtern. Wermutstropfen war nur die fehlende Cola an Versorgung 1. Das Wetter war hervorragend und somit auch mehr Zuschauer an der Strecke als im Jahr zuvor. Der Einlauf erfolgte am Trocadero, die Umkleiden befanden sich wieder im Stade Emile Anthoine und das Festzelt am Quai. Findet ihr verwirrend, ich auch. Zumal die Kleidersack Ausgabe oben am Trocadero war, was ich eher zufällig entdeckte, sonst lagen die immer in der Sporthalle, wie für alle anderen Läufe auch. Ich nahm in diesem Jahr auch zum ersten Mal den Elektro Bus, der zwischen Ziel und Stadion pendelte. Der fuhr aber regelmässig. Die Duschen waren dies Jahr leer. Scheinbar wurden die Startzeiten modifiziert zwischen den 50km und 80km, so dass wesentlich weniger Läufer da waren. Trotzdem war es nur bedingt sauber, aber ausreichend warm Wasser war da. Das Essen im Festzelt war wieder reichlich und gut. Mehr als man futtern kann. Fazit also, ein sehr schöner Lauf, mit ganz kleinen Mängeln. Und die Laufleitung nimmt Ratschläge an und verbessert Dinge, auch mal ein Lob dafür.
    Für mich wird es aber keinen Eco Trail mehr geben. Da ich nicht glaube, dass ich mich wesentlich verbessern werde, denke ich mal, es wird Zeit für etwas Neues. Schliesslich spreche ich ja nicht nur französisch. Was ich schön fand, waren die vielen Witze die unterwegs gemacht wurden, auch wenn ich nur 50% verstanden habe. Ich selbst habe übrigens in diesem Jahr einigen Läufern den Weg erklären dürfen, also war ich teilweise besser informiert, als die Einheimischen Läufer. Auch mal ein gutes Gefühl. Somit sage ich jetzt mal wehmütig. Adieu Eco Trail de Paris.
    Stdiut

  • Mini Kilian Jornet

    Hab ihn gefunden. Jetzt guckt doch mal.
    Schaut er nicht aus wie ein Mini Kilian?

    http://www.maindruphoto.com/en/photos/ecotrail-de-paris-2014-flash-sport/2167285/2584-porzucek-guillaume.html

    Stdiut

  • Eco-Trail de Paris 2014 Part IV

    Höchstarbeit für die Beine waren ab jetzt alle Anstiege. Mein Magen war mir jetzt doch etwas beleidigt, weil er heute Früh so wenig zu essen bekommen hatte. Und dann nicht einmal Cola bei der ersten Versorgung. Und wie gesagt, bei Kilometer 46 nur Wasser. Ich arbeitete also wieder mit der alten Gel Methode. Ich habe ja noch genug von meinem fast "Sponsor" Power Gel, Flavour Green Apple. Die 50mg Coffein bringen mir immer den Flash. Ich hatte ab Kilometer 50 plötzlich gute Laune, hatte ich doch die Möglichkeit entdeckt das erste Mal unter 10 Stunden durchzukommen. Ich musste mich immer wieder bremsen, um nicht zuviel Gas zu geben und mir die Zeit durch Krämpfe oder ähnliches zu versauen. Also immer schön ruhig bleiben und auf die Atmung achten. Gut das fällt etwas schwer, da man in der Fettverbrennung anders atmet, aber jedenfalls nicht japsen. Meinen Mini Kilian hatte ich aus den Augen verloren, dafür lief ständig ein Mann an mir vorbei oder ich überholte ihn, das ging bis ins Ziel. Er fragte schon, ob ich ein Double hätte. Überhaupt machten die Franzosen häufig Scherze unterwegs, leider verstand ich maximal 50% davon. Aber ich gab mir Mühe. Unterwegs waren diesmal auch viele Zuschauer, ganz anders als im letzten Jahr. Meinen Namen richtig ausgesprochen hat aber nur eine Einzige Dame. Aber das geht so in Ordnung, denn die Leute konnten auf dem Dossard (Startnummer) den Vornamen lesen und die Nation an der Flagge erkennen, so man die Flagge kennt. Die Zeit bis zur zweiten Versorgung bei Kilometer 55 verging relativ schnell, also innerlich und sie war tatsächlich bei Kilometer 55, natürlich auf einem Hügel. Es war immer noch hell und ich trank 3 Becher Cola, den übrigens jeder Läufer selbst dabei haben muss, ich habe einen klappbaren aus Silikon, und gönnte mir ein Stück Kuchen. Der schmeckt so wie der beim Ismaninger Winterlauf (Aldi). Jetzt ging es weiter bis Kilometer 63, hier befand sich nicht spannendes, nur der Kontrollpunkt, wo Läufer rausgezogen wurden und die Pflichtausrüstung kontrolliert wurde. Ab hier mussten wir dann auch die Stirnlampen einschalten. Ab jetzt sah es lustig aus, wie die Schuhe, Kleidung oder Armbinden reflektierten. Ein Läufer stöhnte, er dachte ab hier wären die Anstiege vorbei, ich sagte ihm dann in meinem französisch, dass er sich damit noch bis Kilometer 67 gedulden muss. Hier ist der dritte und letzte Versorgungspunkt. Der taucht in jedem Jahr für mich völlig überraschend aus dem Nichts auf. Nach der Kontrollmatte gab es noch einmal Wasser in den Tank, zur Sicherheit. Und nach drei Bechern Cola und einem kleinen Schwenk auf den Eiffelturm, ging es weiter. Auch wenn er an der Stelle immer Misthund genannt wird, liebt man ihn doch. Ab hier geht es runter in die Stadt und dann entlang der Seine in Richtung Ziel. Dies befand sich in diesem Jahr am Trocadéro also gegenüber des Eiffelturms. Die Helfer sorgten für freie Kreuzungen und halfen uns dabei, uns nicht zu verirren. Tolle Leistung. Ich hatte immer noch das Ziel unter 10 Stunden vor Augen. In diesem Jahr wurde dann der Streckenverlauf der 50km und der 80km getrennt. Wir mussten nach Links, wo uns noch einmal eine riesige Treppe erwartete. Nagut, nichts im Vergleich zur ersten Plattform, aber im Video kann man deutlich sehen, wie hoch es da geht. Dann ging es durch den warmen Frühlingswind Richtung Ziel. Vorbei an Fahrgeschäften, jubelnden Zuschauern, die einem den Weg wiesen und dann noch einmal letzte Stufen und durch ein bunt erleuchtetes Tor mit lauter Musik. Endzeit offiziell 09:35:08 Stunden. Was für eine Verbesserung zu den beiden Jahren davor (2012 10:10:27h / 2013 10:28:00h). Ich bin so stolz. Eine Netto Zeit gibt es übrigens scheinbar gar nicht, da hätte ich mich weiter vorn anstellen müssen. Aber ehrlich gesagt, ob nun 9:34 oder 9:35 die Steigerung ist enorm. Nach dem Ziel gab es erst einmal ein Bier und dann fuhr ich mit dem Electro Bus zur Dusche. Von dort ging es zu Fuss ins Festzelt, futtern. Ich fühlte mich wie Gott in Frankreich. Und in Frankreich war ich ja immerhin. Unterwegs erklärte ich noch anderen Läufern, wo das Zelt ist, witzig das alle mich fragten. Wahrscheinlich habe ich so gegrinst.
    Stdiut

  • Eco-Trail de Paris 2014 Part III

    Endlich ging es los. Der Startschuss war gefallen und es ging dicht gedrängt über eine von Pferden berittene Wiese. Hier hiess es wie immer gut aufpassen, wo man hintritt, sonst kann der Lauf nach 2 Minuten vorbei sein. Gleich kurz nach dem Start ein Stau, die erste Kontrollmatte, die halt leider nicht besonders breit war. Ein paar ganz schlaue wollten den Stau umgehen und mussten, als sie den Irrum erkannten zurück in die Schlange, um nicht disqualifiziert zu werden. Die ersten 20 Kilometer sind relativ einfach zu laufen, nur ein paar sanfte Anstiege, vorbei an einem mit Stacheldraht gesicherten, aber sehr gepflegtem Golfplatz. Bei Kilometer 10 der nächste Stau, eine Treppe hinauf über ein Gleis hinweg. Der Verlauf war sonst etwas anders. Aber dann die wohlvertraute schwebende wackelnde Brücke. Kurz vor der ersten Versorgung dann auch langsam mal die ersten Anstiege. Der Punkt sollte bei Kilometer 22 sein, befand sich aber bei Kilometer 23,7 also wer mit seinem Wasser auf Kante läuft, hat da zu kämpfen. Es gab wieder die laute Band an dieser Stelle. Scheinen in dem Ort berühmt zu sein. Leider gab es keine Cola und somit nahm ich wieder etwas Kuchen. Das Wasser in meiner Trinkblase war noch genug, ich beschloss das muss reichen bis zur Wasserstelle. Dann ging es weiter, ein kurzes flaches Stück und dann beginnt der echte Trail. Es geht steil bergan und wieder runter, an jedem Hügel den man sich in und um Paris vorstellen kann. Immerhin kommen so ca. 1200 Höhenmeter rauf und auch runter zusammen. Und es ist alles geboten. Wald, Wurzeln, Sumpf, Morast, Steine, Felsen, Sandige Passagen und ganz am Schluss Stadt. In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen, die bergab Strecken etwas schneller zu machen. Hat auch meistens gut geklappt, nur an einem glatten Felsen, musste ich einen gewaltigen Satz machen, um nicht auf die Fresse zu fallen. Dafür ging die Methode aber ganz schön auf die Knie, besonders mein rechtes Knie beschwerte sich mehrmals über diese Behandlung. Bergauf beliess ich es beim Gehen. Trotzdem ging das relativ zügig. Immerhin hatte ich ja mal einen Berg Lauf gemacht, aber mich ansonsten aufs Spinning verlassen. Unterwegs waren mir zwei Läufer in Salomon Outfit aufgefallen, besonders der kleinere von beiden sah aus, wie ein Mini Kilian Jornet, wenn ich mich an die Startnummer erinnere, schreib ich das mal hier. Unterwegs gab es auch einiges zu beobachten. Eine Frau hielt uns zum Beispiel Gummi Bärchen hin, was streng genommen gegen die Regeln verstiess, denn Hilfe von aussen = interdit (verboten). Einem anderen Läufer blieb beim ausweichen ein Schuh im Schlamm stecken. War für uns witzig, für ihn eher nicht. Es gab viele Trailer mit Stöcken, aber ich kann mich damit nicht anfreunden, denn ich mache ja sonst keine Bergläufe. Nach einigen schon anstrengenden Anstiegen, kamen wir an die kleine Kirche, ein Zeichen für die Nähe der Wasserstelle an Kilometer 44, welcher sich allerdings bei Kilometer 46 befand. Nach der Kirche geht es steil die Treppen rauf. Hier füllte ich meinen Wassertank, wusch mir das salzige Gesicht und schleckte auch ein wenig von meinem salzigen Schweiss, denn Natrium kann nicht schaden. Ein Franzose fragte mich, wieviel Kilometer wir jetzt hätten, er sah ziemlich erschrocken aus, als ich 46 sagte. Wahrscheinlich dachte er, er ist gleich da. Denn von der Plattform kann man den Eiffekturm schon gut erkennen. Weit gefehlt. Jetzt ging es erst einmal noch ein Stück bergan, dann steil runter in den Ort und von dort sofort wieder auf der anderen Seite steil nach oben, durch einen romantischen Schlosspark. Für die Beine Höchstarbeit.
    Stdiut

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