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  • Video - 2. Badewasser Ultramarathon - Der Lauf um den Würmsee

    Und hier ein kleines Video des Laufes mit meinen Mitstreitern.
    http://youtu.be/Kp1HjZfbURs

    Stdiut

  • 2. Badewasser Ultramarathon - Der Lauf um den Würmsee

    Da wir diesen Lauf im letzten Jahr zum ersten Mal aus der Taufe gehoben hatten, wollten Andreas und ich auch in diesem Jahr daran festhalten. Obschon ich auf sozialen Netzwerken Mitstreiter gesucht hatte, fand sich nur ein weiterer Läufer, der uns begleiten wollte. Der Henrik ohne d von den Running Twins schloss sich uns an. Da wir alle relativ nah wohnen, holte uns der Andreas mit seinem gelben Flitzer von zu Hause ab und so waren wir schon kurz nach 08:30 Uhr am Percha Beach. Kurz darauf zog Andreas eine Linie mit dem Schuh über den Sandweg und auf ging es. Richtung Süden erfolgte der Start, somit waren wir relativ schnell in Höhe der Votivkapelle und von dort an den grossen Adelshäusern vorbei, wo irgendwelche erleuchteten Gruppen wohnen. Dann vorbei an der Taucherschar, die im Starnberger See übt. Gefühlt sicher so 100 Taucher in ihren unförmigen Anzügen. Jährlich kommen laut Zeitungsberichten so etwa 4000 Taucher zur Steilwand in Allmannshausen, schon beeindruckend, allerdings eher nix für mich. Schliesslich hatte ich als Jugendlicher schon 2x ein Spannungspneumothorax, im Volksmund auch Lungenriss genannt. Zum Laufen reicht meine Luft aber allemal. Der Henrik sorgte mit seinen langen Gazellenbeinen natürlich wieder dafür, dass das Anfangstempo für so alte Ultraläufer deutlich zu hoch lag. Aber durch konsequentes zurück fallen lassen, hatten wir das schon im Griff. :>> Meine Sonnenbrille konnte ich gleich wieder abnehmem. Die Luft war so feucht, dass ich schwitzte, wie wild. Dem Andreas ging es ähnlich oder schlimmer, nur unser Youngster hatte das Problem nicht. Über enge Wege ging es weiter, manchmal sich verbreiternd zu Wiesen, die eigentlich zum baden einluden, aber Dank des Wetterberichtes, der Unwetter angekündigt hatte, hielt sich die Anzahl der Badegäste in Grenzen. Dann endlich Seeshaupt, die erste geplante Rast am Kiosk. Leider war dieser verschlossen. Aber unser Henrik war uns kurz verloren gegangen und kannte eine Tankstelle am Ortsausgang, die man vom Ufer aus gar nicht sehen kann. Gesagt, getan ging es nach einem kurzen Verweilen am Kiosk dann doch noch zur Tanke, wo es endlich alkoholfreies Weissbier und Butterbrezn gab. Lecker. Dann ging es zurück ans Ufer und inzwischen schon Richtung Norden. Die nächste Rast hatten wir für Tutzing in einem kleinen Biergarten angesetzt, dort spielte im letzten Jahr eine Kapelle und wir wussten, wir würden direkt dort entlan kommen. Bis dort waren es ca. 12km ab der ersten Rast. Durch einige kleine falsche Abbieger, erhöhte sich allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass wir mehr als 50km laufen würden. War aber alles nicht tragisch. Während es am Ostufer sehr feucht war und wir vielen Pfützen ausweichen mussten, war das Westufer eher trocken. Auch der angekündigte Regen liess sich nirgends blicken. Im Gegenteil, es wurde immer wärmer. Es ging jetzt durch wunderschöne grüne Abschnitte, nur selten mal weg vom Ufer und dann durch ein paar Häuser. Es gab Holzbrücken, Wald und grosse Wiesen mit Schilf. Die Zeit verging flott und die meiste Führungsarbeit machte Henrik. Dann kam auch schon der Biergarten, wo ich mir ein saures Radler gönnte. Andreas gönnte sich gleich zwei Alkfreie Weissbier und unser Jüngster genoss Limo und ein leckeres Stück Käsekuchen. Ultra laufen ist doch gemütlich, oder? Dann ging es wieder weiter. Andreas hatte ab hier mit einigen Problemen zu kämpfen. Scheinbar zuviel Kohlensäure im Bauch. Bei Possenhofen hatten wir dann den Marathon voll, ab jetzt war es Ultra. Dem hohen Tempo vom Anfang geschuldet, gingen zumindestens wir Alten jetzt dazu über, die Hügel aufwärts zu gehen, statt zu laufen. Nach dem Beach Paradies bogen wir vom Ufer weg in den Wald ein. Ich fand das Stück wunderschön, aber das war wohl nur meine Meinung. Dann ging es in den Ort Starnberg. Hier ging es dann entlang der Strasse in Richtung Uferpromenade. Hier wurden wir von ein paar Radlern angesprochen, die wohl bemerkt hatten, dass wir den gesamten See umrundet hatten. Ein Lob tut doch immer gut. Henrik hatten wir inzwischen aus den Augen verloren, er hatte wohl zum Endspurt angesetzt. Nach dem Schwimmbad in Richtung der zwei Brücken, die wir bis zum Ziel noch zu überqueren hatten, kam er allerdings aus einer Seitenstrasse. Er hatte sich wohl ein wenig verirrt. Eine der Brücken wurde dann gerade geöffnet und somit liefen wir dann doch ziemlich gleichzeitig über die imaginäre von Andreas gemalte Ziellinie. Acu wenn dieser am Schluss noch einmal einen Spurt anzog.
    Nach dem Lauf erfrischten wir uns im See, wodurch der Salzgehalt wahrscheinlich dramatisch anstieg, die armen Fische. Dann gab es noch eine Kleinigkeit zu essen und wir durften noch Georg kennenlernen, den Freund von unserem Jüngsten. Auch das Hundchen holte Herrchen ab. Dann verabschiedeten Andreas und ich uns und fuhren mit dem kleinen gelben Flitzer heim. Auch wenn es in diesem Jahr mangels Zeit kein Finisher Shirt gab, war es doch wieder ein wunderschöner Lauftag.
    P.S.: Beweisfilm im nächsten Blog.
    Stdiut

  • Regen die Zweite

    Am Samstag bin ich zuerst mal ins Fitness gegangen, da war es diesmal herrlich leer. Trotzdem musste ich diesmal statt des Bizeps, den Trizeps trainieren, da sich zwei Jünglinge an den Bizepsautomaten festgekrallt hatten. Pünktlich zum verlassen des Fitness Studios öffneten such dann die Regenschleusen. Gleich aus drei verschiedenen Richtungen zuckten Blitze vom Himmel. Als die wildesten Schauer vornei waren, radelte ich dann runter nach Untergiesing heim. Dort zog ich mich gleich um, da ich eine Laufeinheit machen wollte. Es ging 10km durch den Regen. Ich lief den gleichen Bogen wie letzte Woche Samstag, um noch einmal die genaue Streckenlänge zu ermitteln. An der Isar war es leer. Nur unter den Brücken tobte das Leben. Alle Griller, die darauf vertrauten, das jeder Regen mal aufhört bzw. diejenigen die einfach nicht heim wollten hielten sich hier auf. Es war ganz witzig durch die Massen durchzulaufen. Am Maria Einsiedel ging es dann den Berg rauf und Richtung Heimat. Zu Hause hatte ich allerdings erst 8km auf der Uhr, so dass ich einfach noch einmal zur Bergsrasse hochlief bis hinter zum 60ger Stadion und dann am Auer Mühlbach nach Hause. Der Regen fiel zwar stetig, aber da er ziemlich warm war, hat er eigentlich kaum gestört.
    Die 10km in so etwa 56 Minuten beendet.
    Stdiut

  • Running in the Rain

    Mir fehlten für das Monatssoll noch ein paar Kilometer, also blieb mir nix weiter übrig, als am Mittwoch im Regen zu laufen. Gleich nach der Arbeit zog ich mich also um, damit erst gar keine Faulheit aufkommen konnte. Weil ich aber keine Lust hatte, den Garmin im Regen Satelliten suchen zu lassen, machte ich einfach den Versuch, ihn drinnen zu starten. Also Fenster auf und den Garmin an das Plissee gehangen und weiter umgezogen. Und tatsächlich hatte der Garmin alsbald Kontakt zum GPS. Somit Mütze auf, dünne Regenjacke an und raus. Start in Richtung Isar und Richtung Grosshesseloher Brücke. Es lief sich trotz Regen sehr angenehm, nur über die Pfützen musste man halt springen, so gut es ging. An der Grosshesseloher Brücke ging es den steilen Pfad nach oben zur Hochleite. Japsend oben angekommen dann vorbei an der Menterschweige und heim. Eigentlich hatte ich mir ja 12 Kilometer vorgenommen, aber irgendwie war ich gestern einfach nicht in Form und somit liess ich es mit 11,4km genug sein. Somit war das Monatssoll von 200km erfüllt. Nagut, bei dem Double Marathon kamen ja allein schon über 80km zusammen. Läufer waren einige unterwegs, allerdings nicht so viele, wie ich vermutet hätte. Haben sich wohl doch einige abschrecken lassen von dem Wetter.
    Stdiut

  • Vier Trainings

    Meine Laufwoche ging erst am Mittwoch los. Ich hatte einfach keine Lust im strömenden Regen durch die Gegend zu düsen, obschon man ja auch so nass wird. Dafür sorgt die feuchte Luft.
    Mittwoch ging es erst einmal auf die Hochleite Strecke. Schliesslich schadet ein wenig bergan laufen ja keinem, eher im Gegenteil. Und ein wenig Schatten hat ja auch noch keinem geschadet. Beim Harlachinger Berg taten mir die Autofahrer leid. Ein Riesenstau an dieser Stelle, da war ich zu Fuss definitiv schneller unterwegs. Die 10km waren dann in 56:30min geschafft.
    Am Donnerstag machte ich eine Südrunde, vorbei am Asam-Schlössl. Leider ist der Weg zwischen Spielplatz und Benediktbeurer Strasse inzwischen ganz gesperrt. Bin dann einfach über die alten Gleise geklettert und auf die Strasse ausgewichen. Sonst lief es aber gut. War sogar relativ flott unterwegs. Diesmal eine Pace von unter 05:30 min/km. Naja es lag aber sicher nicht nur an dem einen Hügel.
    Am Samstag wollte ich dann mal was ganz neues mischen. Also ging es in Richtung Isar, aber gleich nach der Gerhardstrasse den Hügel rauf, dann entlang des Baches hinter und dann nach links zur Eisenbahnbrücke und von dort südlich bis Maria Einsiedel. Dort den steilen Hügel rauf zur Hochleite und dann noch ein wenig Richtung Menterschwaige und dann retour. Leider hatte mein Garmin einige Systolen, aber es war ein schneller Lauf, das ist sicher. Vorher war ich auch schon brav zum Fitness geradelt und habe dort alles für Bauch, Arme, Schultern gemacht. Das für den Po macht das Laufen. :>> Anschliessend gab es lecker Essen bei Lauffreundin Eva, obwohl sie derzeit nicht allzuviel läuft, wie sie berichtete.
    Dann der lange Lauf am Sonntag. Nico mein Untergiesinger Nachbar fragte zwar an, aber leider hatte er erst ab 14 Uhr Zeit und ich wollte nicht zu spät fertig werden, denn ich musste noch telefonieren, kochen, baden und wollte abends ins Kino. Viel Lärm um nichts. Klasse Film übrigens.
    Also ging es ab 13 Uhr los. Start genau wie am Samstag, nur dann weiter zum Schyrenplatz, durch die beiden Startbäume durch (Insider) und dann über die Brücke und dann südlich. Die ersten 5km fielen mir sauschwer, denn obwohl ein Wind wehte und die Sonne nicht herunter ballerte, war es doch sehr schwül. Aber dann hatte sich mein Kreislauf wohl angepasst. Ich lief bis zum Brückenwirt und dann rauf und über die Brücke, dann in den Trailpfad, der mich nach hause bringen würde, aber statt dessen ging es steil nach oben in den Ort Grünwald. Dann den Radweg Richtung Oberhaching. Dort tankte ich ein wenig Wasser am Brunnen kurz vor der Kugler Alm und wusch mir mal das Gesicht. Dann wieder weiter und an der Nussbaum Ranch vorbei und dem Weg folgend bis zum Giesinger Forsthaus. Dort am Brunnen erfrischte ich mich ein letztes Mal und lief dann die letzten 4km heim. Am 60ger Stadion vorbei und runter zum Auer Mühlbach und die 30km waren geschafft. Der Schnitt 05:59 min/km also akzeptabel für den langen Lauf. Somit doch 60km die Woche geschafft, gar nicht sooo schlecht.
    Stdiut

  • Funkstille

    Warum die lange Funkstille? Ich war auf einem Training, das von Sonntag vorletzter Woche bis Samstag letzter Woche ging. Leider aber kein Training für die Beine, sondern für das Hirn. ITIL Expert, falls das jemandem etwas sagt. Ich musste soviel lernen, dass mir der Kopf qualmte und ich nicht in der Lage war noch etwas zu tippen bzw. niederzuschreiben. Trotzdem kam ich aber insgesamt während des Trainings dreimal dazu einen Lauf zu absolvieren. Immer rund um die Golfanlage des Hotels in Donaueschingen, in dem wir untergebracht waren. Sogar entlang eines markierten Joggingpfades. Es wurde zwar von mal zu mal heisser und es war auch ganz schön hügelig, aber doch eine schöne Ablenkung von der Kopfarbeit. Mitstreiter waren die kleine Elisabeth, die mir immer entgegen kam, da sie genau andersrum lief und einmal mein Trainer Marcus, den ich überholen konnte. Somit 3x immer so 10,4km absolviert.
    Am Sonntag dann wieder zu Hause in München, ging es wieder auf einen kurzen Lauf. Genau zwischen den Wetterextremen zuviel Sonne und Dauerregen machte ich eine 10km Südrunde. Wobei ich dann gleich noch den Punkt, einmal pro Jahr unter 50 Minuten auf 10km abhaken konnte. Ab dieser Woche wird es dann langsam wieder in einen normalen Laufalltag zurück kehren heissen.
    Trotzdem bin ich sehr stolz, jetzt den Titel ITIL Expert tragen zu dürfen.
    Stdiut

  • Triple, Double oder was Teil II

    Nach dem Zieleinlauf wurde noch ein Foto geschossen und dann schlurfte ich mit meiner Tasche aus dem Bus zum duschen in die Halle. Wobei ich erst noch ordentlich futterte und trank, denn mit vollem Magen läuft es sich ätzend und so hatte die Nahrung Zeit verdaut zu werden. Nach der Dusche war immer noch etwas Zeit auszuruhen. Meine Uhr wurde an den Akku angeschlossen, denn es sollte ja noch ein wenig dauern, bis ins endgültige Ziel. Dann ging es wieder zum Bus zurück, welcher uns wieder zum Start fuhr. Dieser war diesmal nicht 8 sondern nur 2km entfernt, aber man muss ja auch nicht übertreiben. Am Start standen alle nervös zappelnd und dann zählte Holger, unser Organisator, auch schon wieder bis Null herunter und los ging es. Inzwischen brannte die Sonne ziemlich gnadenlos und es war warm. Es wehte ein Wind, der wenn er mal frisch war von vorn kam, leider nicht hilfreich. Das Anlaufen fiel allen schwer, die ersten Meter lief es sich wie auf Eiern. Aber dann gewöhnten die Beine sich wieder daran. Michael lief in seinem witzigen Trippelschritt schon wieder auf und davon. Ich liebe seinen Laufstil. :>> Mir gingen ein paar Gespräche auf den Keks, ich habe es ja lieber ruhiger, also versuchte ich mich abzusetzen, was auch relativ gut gelang. Kurz nach Blijham liefen wir dann über die Grenze. Ich muss zugeben, ich habe es wieder mal nicht bemerkt. Erst als an einem Haus eine riesige Deutschlandfahne prangte, wurde es mir klar. Die Gegend war wieder flach und es gab keine so lang gezogenen Orte mehr. Eher alles grün und weit. Auch Wälder gibt es auf deutscher Seite mehr. Wir wurden auf der Strecke auch immer wieder von Radfahrern begleitet, die uns versorgten, mal fragten wie es uns geht, uns aufmunterten und immer aufpassten, das niemand verloren geht. Danke mal an dieser Stelle. Auch unsere Versorger an den Punkten waren fleissig für uns. Es waren sogar ein paar mal Extra Punkte eingerichtet, wegen der starken Hitze. An einem Punkt stand sogar mal nur eine Kiste mit Getränken, mangels Becher musste man halt die Pulle ansetzen, aber bei der Hitze auch egal. Die Läuferschlange war auf den langen Geraden immer gut zu sehen. Wie Gänse auf einem Marsch. An anderen Punkten fühlte man sich ziemlich allein, weil niemand mehr zu sehen war. Für mich kam dann die böse Überraschung bei Kilometer 25 glaube ich etwa. Denn plötzlich zuckte meine Wade. Mein Knie hat dagegen super gehalten. Zuckende Wade geht immer kurz vor Krampf und das hiess nichts anderes als Gehen, Tempo raus und wieder Laufen. Das machte ich dann im Wechsel. Mal konnte ich 2 Kilometer laufen, dann ging ich wieder einen Kilometer und danach gingen auch mal 4 oder 5km Aber das Bein beruhigte sich nicht. Im Gegenteil, die wade wurde immer härter. Also fasste ich unter dem Wandern einen Entschluss. Komme ich ins Ziel des 2. Marathon unter 5 Stunden, starte ich zum dritten. Wenn nicht, dann eben nicht. Jetzt ging es über die Ems und eine lange Brücke. Papenburg wurde durchquert und ein Waldstück. Nicht nur ich quälte mich rechtschaffen, auch andere mussten Gehen oder hatten Probleme. Grösster Schock am VP 30km. da stand Michael und kam nicht weiter. Sein Kreislauf zwang ihn aufzuhören. Gott sei Dank waren auch Sanitäter immer in unserer Nähe. Ich beschloss aber, wenigstens diesen zweiten Marathon noch zu Ende zu machen. Stück für Stück näherte ich mich Esterwegen. Das kurz aufkommende Regenwetter war leider viel zu kurz, um uns zu erfrischen. Dann endlich Esterwegen. Zwar ging es kurz vor dem Ziel noch einmal bergauf, aber das war egal. Ich überquerte die Ziellinie nach 05:20:48h und war sehr froh. Da ich deutlich über 5 Stunden lag, stand mein Entschluss fest. Den dritten Marathon, trete ich sicher nicht mehr an. Ich hatte für diesen zweiten Marathon etwa so lange gebraucht, wie vor zwei Jahren für den dritten. Auch wenn ich enttäuscht war, den dritten Armreifen nicht überstreifen zu können, so überwog doch die Vernunft. Ich hätte ja mindestens die Hälfte gehen müssen. Auch wenn das Zeitlimit bei 7 Stunden lag eher unvernünftig. Also Abschluss nach zwei Marathons, Double statt Triple.
    Stdiut

  • Triple, Double oder was Teil I

    Am Freitag flog ich nach Bremen, von dort mit der Bahn nach Oldenburg und das letzte Stück von Oldenburg nach Wardenburg im Bus. Der Bus ohne Klimaanlage war ordentlich überhitzt. Ein junger Mann, der ausstieg meinte, jetzt weiss ich endlich, wie sich so ein Steak auf dem Grill fühlt.
    In Wardenburg angekommen, ging es zu Fuss zum Parkplatz an der Grundschule, wo ich nicht der erste war, der auf die Abfahrt des Busses nach Eelde wartete, um dort in der Turnhalle zu übernachten und den langen Rückweg laufend anzutreten.
    So nach und nach wurd es voller, es gab Getränke und Nudeln und es wurde sich ausgetauscht. Ein paar bekannte Gesichter waren ja da. So viele Ultra Läufer gibt es scheinbar doch nicht.
    Ziemlich pünktlich ging es los mit dem Bus. Unterwegs hörten wir das Spiel Deutschland gegen Frankreich über Radio, die letzten 15 Minuten auf holländisch. Der deutsche Sender brach weg in der Nähe von Groningen. In Eelde in der Turnhalle angekommen, wurden Matten belegt, Matratzen aufgeblasen oder aufgepumpt, Schlafsäcke ausgerollt, Isomatten gepustet, kurzum das Quartier für die Nacht wurde bezogen. Es gab noch kleine Imbisse und Getränke wurden ebenfalls gegen einen geringen Obulus angeboten. In diesem Jahr wurde gegen 22:00 Uhr das Lich gedimmt, also wesentlich früher als zwei Jahre zuvor. Dank meiner neuen Ohrstöpsel schlief ich auch relativ gut, auch wenn mir morgens der Rücken etwas weh tat, denn zu Hause schlafe ich nicht so flach. Um 03:00 Uhr war dann wecken, das Licht ging an und alle bereitetn sich vor. Ausserdem wurde ein Frühstück serviert. Die Semmeln und das Brot waren die weichsten, die ich bisher in meinem Leben bekommen habe. Besonders seit ich Vollkorn esse, ganz schön ungewohnt. Auf Kaffee verzichtete ich. Die Luft in der Halle und die draussen unterschieden sich nicht wirklich voneinander. Drinnen war es dampfig von den vielen Läufern, aber draussen hatte es geregnet und es war warm, so dass eine tropisch feuchte Luft vorherrschte. Ausserdem wurden wir von vielen kleinen Mücken angegriffen. Die Biester waren echt winzig aber blutrünstig. Dann kam der Bus, der uns zur Startaufstellung brachte und schon ging es los auf den ersten Marathon von Eelde nach Blijham. Erst noch in der Dämmerung, aber schon nach kurzer Zeit war es hell. Die Strecke war wieder bestens markiert mit blauen Pfeilen. Da diesmal kein Regen fiel, war es relativ schwer sich zu verlaufen, gute Arbeit. Die ersten 10km waren schnell geschafft und da war auch schon der erste Versorgungspunkt. Ab hier ging es erst einmal ins Grüne und flach entlang grüner Wiesen und Äcker. Nur bei Kilometer 15 gab es mal einen Schreck, dann da hatte ein Bauer wohl so eine Art Selbstschussanlage gegen Vögel aufgebaut. Aber im ersten Moment dachte ich echt, schmeiss Dich auf die Erde, hier wird geschossen. Michael, mein Hauptgesprächspartner auf dem Parkplatz tags zuvor und mein Nachbar im Bus, war nur noch als kleiner blauer Punkt in weiter Ferne zu sehen, aber er hatte auch was ganz anderes vor als ich, zeitlich. Man hatte ja wieder pro Marathon ein Zeitlimit, in dem man ankommen musste, um bei dem nächsten Marathon wieder starten zu dürfen. Jetzt ging es weiter über kleine Brücken und Kanäle, an einer Windmühle vorbei und an schmucken Vorgärten. Dann von Kilometer 31 bis Kilometer 38 eine einzige nicht enden wollende Ortschaft. Die fand ich schon vor 2 Jahren ätzend, aber danach war es ja nicht mehr weit zum Ziel. Ich grüsste alle Holländer mit Hooi = Hallo und alle grüssten tatsächlich zurück. Dann nach einem kurzen Stück entlang der Landstrasse und nach einem runden Kreisverkehr, Blijham. Zwar hatte ich den Einlauf anders in Erinnerung, aber den Platz, wo der Bus parkte hatte ich noch richtig im Hirn. Ich zückte meine kleine Action Cam und überquerte die Zielgerade in 04:23:17h als 13. männlicher Läufer.

  • Triple Marathon Video

    Streng nach Dogma Regeln gedrehtes Video vom Triple Marathon , viel Spass.
    Video taped at Triple Marathon, Enjoy it!!
    http://youtu.be/8kSyxUGX7ig

  • Tapering anders

    Diesmal habe ich kein Turbotapering betrieben, sondern doch noch ein paar kleine Läufe gemacht. Am Sonntag nach dem Zugspitztrail ging es auf schattigen Wegen und mit Mütze auf Tour. Ich hatte mir den Hochleiten Kurs auserkoren und es ging 15:15 Uhr los. Unterwegs kreuzte sich mein Weg mit Nachbar Nico, als ich vor der Grosshesseloher Brücke schon gewendet hatte. Erst dachte ich noch, was machst jetzt, zumal er auch weiter gelaufen war, aber dann drehte ich um, sonst schaffen wir es nie uns zu treffen. Also lief ich wieder Richtung Grosshesseloher Brücke und da er Wasser aus dem Brunnen geschlürft hatte, hatte ich ihn schnell ein. Er lief dann über die Eisenbahnbrücke mit mir und wir drehten am Hochufer um und liefen retour. Er hatte ordentlich Giesinger Neuigkeiten für mich, wir sollten wirklich öfter zusammen laufen. Am Ende hat er mich ordentlich gehetzt, wir hatten ordentlich speed drauf und statt der geplanten 10km hatte ich dann 13,6km absolviert.
    Am Dienstag dem 24.06. lief ich dann erst spät los. Nach dem Abendessen. Ist zwar nicht meine Lieblingszeit, aber eigentlich nur, weil der Magen voll ist. Es lief aber gut, ich machte eine Südrunde am Flaucher vorbei, dann Hinterbrühler See und da über die kleine Brücke. und wieder Richtung Norden. Dann am Tierpark vorbei und da entdeckte ich einen süssen Hasen, den ich unbedingt von vorn sehen musste. Somit beschleunigte ich ziemlich und lief die zweiten 5km in einem Schnitt von 5:10 min/km. (Kilometer 8 in 4:47 und Kilometer 9 in 4:59). :>> Hat sich aber echt gelohnt der Anblick. Gesamt dann 10,76km in 56:54min = 5:16 min/km.
    Am Freitag hatte ich dann Urlaub und arbeitete Arztbesuche ab, mit dem Rad natürlich. Nachdem ich dann bei der Radiologie erfahren hatte, dass mein Knie völlig in Ordnung ist, radelte ich nach Hause, zog mich um und lief los. Einfach Richtung Süden Pullach, um etwas mittleres zu machen. Ich lief 10km ziemlich schnell und wollte dann Tempo rausnehmen, nach der Wende kurz vor dem Brückenwirt. Das abbremsen fiel mir aber ziemlich schwer. Die 5km Splits waren 27:10min / 26:24min / 27:38min und 28:05min. Gesamt dann 20,15km in 01:50:09h und ein Schnitt von immer noch 5:28min/km. So schnell wollte ich eigentlich gar nicht, aber egal. Somit habe ich jetzt für diesen Monat 300,83 Trainingskilometer stehen.
    Am Samstag bin ich dann nur ein wenig zu den Treffen geradelt, die ich hatte und am Sonntag ging es mit dem Rad ins Fitnessstudio. Besonders hart ist es immer den Drumberg rauf mit dem Rad. Dort machte ich heute Krafttraining und dann noch eine Stunde Spinning, Maxpower heisst der Cyber Kurs mir Cyber Hannes als Vorstrampler, habe mich ordentlich verausgabt, wie es sich gehört und ordentlich geschwitzt. Eine einigermassen sportliche Woche war das.
    Stdiut

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